Liebe Gesellen, liebe Gesellin,
herzlichen Glückwunsch zu Ihrem erfolgreichen Gesellenabschluss!
Eine Maschine kann noch so groß und technisch ausgeklügelt sein – wenn sie nicht läuft, hilft das alles nichts. Dann braucht es Fachleute, die den Fehler finden, mitdenken und wissen, was zu tun ist. Genau dieses Können haben Sie sich in Ihrer Ausbildung erarbeitet.
Ob Traktor, Erntemaschine oder Baumaschine: Sie kennen inzwischen nicht nur die Technik dahinter, sondern auch die Verantwortung, die damit verbunden ist. Denn wenn Maschinen zuverlässig funktionieren müssen, zählt Ihre Arbeit.
Jetzt können Sie Ihre Erfahrungen weiter ausbauen und sich auf die Bereiche konzentrieren, die Ihnen besonders liegen. Bleiben Sie dabei stets offen für neue Technik und Herausforderungen – denn langweilig wird es in unserem Handwerk ganz sicher nicht.
Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren Berufsweg viel Erfolg, gute Kollegen und immer die richtige Idee, wenn eine Maschine einmal nicht das macht, was sie soll.
Herzliche Glückwünsche!
Maik Sabelhaus
Obermeister
Land- und BaumaschinentechnikerInnung Osnabrück
Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in: Julius Böning (ASG, Nortrup); Leon Buschermöhle (Dettmer, Kettenkamp); Daniel Koopmann (Josef Kotte Landtechnik, Rieste); Leonie Krampf (Josef Kotte Landtechnik, Rieste); Luke Stölting (Claas, Ankum); Erik Thöle (Agravis, Melle)
Nach altem Brauch
Warum eigentlich „Lossprechung“?
Die Lossprechungsformel hat eine lange Tradition im Handwerk und reicht bis ins Mittelalter zurück. Ursprünglich war sie Teil eines feierlichen Rituals, mit dem ein Lehrling nach bestandener Ausbildung in den Stand des Gesellen aufgenommen wurde.
In den Zünften des Mittelalters galt die Lehrzeit als eine Art Erziehungs- und Schutzverhältnis zwischen Meister und Lehrling. Der Meister übernahm nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern auch die Aufsicht über das Leben des jungen Menschen. Mit der Lossprechung wurde dieses Abhängigkeitsverhältnis offiziell beendet: Der Lehrling war nun von seinen Pflichten gegenüber dem Meister „losgesprochen“ und durfte als freier Geselle arbeiten, sich auf Wanderschaft begeben oder eine eigene Werkstatt anstreben. Die feierliche Formel, die bis heute in abgewandelter Form gesprochen wird, markierte symbolisch den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Sie diente nicht nur als rechtlicher Akt, sondern hatte auch eine tiefe soziale und kulturelle Bedeutung.
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