Liebe Gesellen,
zur bestandenen Gesellenprüfung im Karosserie- und Fahrzeugbau-Handwerk gratuliere ich Ihnen herzlich. Mit handwerklichem Können, technischem Verständnis und großem Engagement haben Sie bewiesen, dass Sie den hohen Anforderungen unseres vielseitigen Berufs gerecht werden.
Ob Instandsetzung moderner Fahrzeugkarosserien, präzise Unfallreparaturen oder Arbeiten an hoch entwickelten Assistenzsystemen - Ihr Handwerk vereint traditionelles Können mit innovativer Technik. Sie tragen dazu bei, dass Fahrzeuge sicher, funktional und optisch einwandfrei auf die Straße zurückkehren. Als qualifizierte Fachkräfte sind Sie ein wichtiger Bestandteil unserer Branche. In Zeiten stetiger technischer Weiterentwicklung eröffnen sich Ihnen vielfältige Perspektiven - von Spezialisierungen bis hin zur Meisterqualifikation.
Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen viel Erfolg, Motivation und die Freude daran, Mobilität aktiv mitzugestalten.
Herzlichen Glückwunsch!
Obermeister Thomas Schulte to Bühne
Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Osnabrück-Emsland
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in:
FR Karosserie- und Fahrzeugbautechnik: Nicola Menandro (Schlingmann, Dissen a.T.W.); Oliver Pfaffenrot (Schlingmann, Dissen a.T.W.); Finn Rietenbach (Heitling Fahrzeugbau, Melle); Marco Sander (Schlingmann, Dissen a.T.W.);
FR Karosserieinstandhaltungstechnik: Alparslan Bag (Senger Starlack, Osnabrück); Bennet Böcker (Böcker, Lohne); Otto Böcker (Böcker, Lohne); Ahmed El Balamouni (Enneking Autolackiertechnik, Damme); Waldemar Lyskawka (Stickelbroeck, Ostercappeln); Bastian Wellner (Werner Steinbreder, Melle)
Große Worte
Warum eigentlich "Lossprechung"
Die Lossprechungsformel hat eine lange Tradition im Handwerk und reicht bis ins Mittelalter zurück.
Ursprünglich war sie Teil eines feierlichen Rituals, mit dem ein Lehrling nach bestandener Ausbildung in den Stand des Gesellen aufgenommen wurde. In den Zünften des Mittelalters galt die Lehrzeit als eine Art Erziehungs- und Schutzverhältnis zwischen Meister und Lehrling.
Der Meister übernahm nicht nur die fachliche Ausbildung, sondern auch die Aufsicht über das alltägliche Leben des jungen Menschen. Mit der Lossprechung wurde dieses Abhängigkeitsverhältnis offiziell beendet: Der Lehrling war nun von seinen Pflichten gegenüber dem Meister "losgesprochen" und durfte als freier Geselle arbeiten, sich auf Wanderschaft begeben oder eine eigene Werkstatt anstreben.
Die feierliche Formel, die bis heute in abgewandelter Form gesprochen wird, markierte symbolisch den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Sie diente nicht nur als rechtlicher Akt, sondern hatte auch eine tiefe soziale und kulturelle Bedeutung. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Lossprechung von einem streng geregelten Zunftbrauch zu einer Tradition, die im modernen Handwerk noch immer gepflegt wird.
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