Hortensien sind Blickfänge. Mit ihren Blüten und der langen Blütezeit sorgen sie über Monate für Farbe. Jetzt beginnt eine entscheidende Phase: Ob im Beet oder im Topf - die Grundlage für gesunde Pflanzen und eine Sommerblüte wird gelegt.
Gepflanzt werden Hortensien, sobald der Boden frostfrei ist. So haben sie Zeit, bis zum Sommer kräftige Wurzeln zu entwickeln. Am besten gedeihen sie an halbschattigen Standorten mit Sonne am Morgen oder Abend. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und leicht sauer sein, idealerweise mit einem pH-Wert unter 7. Ein Bodentest aus dem Gartencenter hilft, den pH-Wert zu bestimmen. Ist dieser zu hoch, kann Hortensienerde den Boden verbessern. Interessant ist, dass auch die Blütenfarbe vom Säuregrad abhängt: In stark saurem Boden (unter pH 4,5) entstehen blaue Blüten, während bei etwa pH 6,5 eher rosa oder rote Farben dominieren.
Vor dem Pflanzen sollte der Wurzelballen gut gewässert werden. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß sein wie der Ballen. Nach dem Einsetzen gründlich angießen. Eine Mulchschicht bewahrt die Feuchtigkeit im Boden. Für Kübelpflanzen empfiehlt sich ein großes Gefäß mit Abfluss sowie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton. Ein windgeschützter, halbschattiger Platz ist ideal. Bestehende Pflanzen können zu Saisonbeginn geschnitten werden, wenn kein Frost mehr droht. Arten, die am alten Holz blühen, werden nur vorsichtig zurückgeschnitten - alte Blütenstände und schwache Triebe werden entfernt. Sorten, die am neuen Holz blühen, vertragen einen kräftigen Rückschnitt, der zu stärkerem Austrieb und größeren Blüten führt. Wer unsicher ist, sollte sich beraten lassen. dpa/tmn