Am Pavillon, bekannt als Kulisse aus dem Film „The Last Picture“, entsteht wieder ein Ort, an dem Musik, Natur und Gemeinschaft aufeinandertreffen. Ab 17 Uhr startet das kleine, aber feine Open-Air direkt mit einem tanzbaren Highlight, denn „Waltzburg“ bringen ihre Mischung aus euphorischem Indie-Pop und melancholischer Leichtigkeit auf die Bühne. Ehrlich, nahbar und gleichzeitig voller Energie schaffen die Musiker einen Sound, der berührt und mitreißt. „Elephant“ liefern direkt im Anschluss dann warmen In-die-Rock voller Gelassenheit und Optimismus. Zwischen verträumten Gitarren und ehrlichen Texten über das Leben und Zusammenhalt entsteht genau die richtige Atmosphäre, um den Sommerabend bei hoffentlich geilem Wetter zu genießen. Still sitzen bleiben wird danach allerdings schwierig, erzählt uns das OrgaTeam.
„High Hi“ drehen das Tempo spürbar auf. Mit ihrem Mix aus Dark Pop, Shoegaze und eingängigen Hooks schaffen sie einen Sound, der gleichzeitig schwebt und antreibt. Und spätestens, wenn „Agatha Is Dead!“ die Bühne betreten, dürften auch die letzten Picknickdecken verschwinden. Zwischen treibendem Alternative-Rock und intensivem Post-Punk erschafft die Band einen Sound, der hypnotisch, roh und emotional zugleich ist. „Das wird laut, kompromisslos und intensiv“, kündigen die Veranstalter an.
Dass ein Festival wie die Uferklänge heute noch als „umsonst und draußen“ stattfinden kann, sei alles andere als selbstverständlich, ergänzen sie. Während in den letzten Jahren viele kleine Festivals in Deutschland aufgeben mussten, ist es dem Verein Klangkultur Emsland gelungen, gemeinsam mit der Unterstützung der Stadt, des Landkreises und zahlreicher lokaler Sponsoren ein hochkarätiges Line-up auf die Beine zu stellen. Und wir von Haren informativ stimmen mit ein: „Sommer, Musik, Emswiesen. Mehr braucht es nicht.“ gm