Die Emsstraße bei uns in Haren ist um ein architektonisches Highlight bereichert worden.
Hinums Hus vereint modernen Komfort mit einem gelungenen Blick auf die Geschichte unseres Heimatortes. Das finden wir von Haren informativ auf jeden Fall.

Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich in diesem Zusammenhang dann auch an sein erstes „Kneipenerlebnis“ in diesem Haus: Als Kind mit „Kinderbier“. Mein Vater kehrte gerne in Hinums-Gaststätte bei Leo Veerkamp ein, er war für mich eine imposante Erscheinung, der das Bierzapfen mit zeremonieller Mimik zelebrierte.
Mit gleicher Mimik schenkte Leo mir mein Kinderbier, sprich Regina die kultig-klassische der „Kneipen-Limonade“ 1960er - ein.
Doch bevor Leo Veerkamp dort an der Emsstraße in einem damaligen Neubau den Wirt wurde, gab es seit 1840 an dieser Stelle die Gasstätte Jüngerhans.
Aufgrund der Nähe zum Hafen und der Ems, war diese Schifferkneipe das Herzstück der Harener Schifffahrtsgemeinschaft in der sich die Binnenschiffer und die Mitglieder des Nautikklubs Haren trafen um ihre Geschichten zu teilten.
Auch Heinrich Jüngerhans, verstorben 1956, genannt Hinum, war wie Leo Veerkamp ein charismatische Wirt.
Das erzählten mir Zeitgenossen. Von 1945 bis 1948, als Haren Maczków hieß, diente die Gaststätte vorübergehend als Wohnhaus. Nach der Leo Veerkamp-Ära wurde aus Hinums Jan's Pub.
Da durfte ich dann schon echtes Bier trinken. Doch nun zum Neubau von „Hinums Hus“, als „Hommage an die reiche Historie des Standorts“, so bezeichnen die Bauherren passend das Haus.
Das Es umfasst sechs barrierefreie Ü50-Mietwohnungen. Herzstück des Neubaus, die Schifferbörse mit maritimer Ausstattung, kann als Gesellschaftsraum und für kleine Festlichkeiten genutzt werden.
Wir finden hier sind die Bauherren respektvoll mit der Harener Geschichte umgegangen. Weiter so!
Von Gerd Mecklenborg