Die Energiewelt befindet sich in einem historischen Umbruch. Während fossile Brennstoffe durch steigende CO -Preise (2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne) zunehmend zur Kostenfalle werden – eine Tendenz, die die aktuelle Krise im Iran nur noch verschärfen dürfte –, bietet der Markt heute ausgereifte Technologien, die nicht nur das Klima, sondern langfristig auch den Geldbeutel schonen.
Doch welche Heizung passt zu Ihrem Haus, und wie viel Unterstützung gibt es vom Staat?
Einer, der sich mit dieser Frage bestens auskennt, ist Johannes Lorenz von der Energieeffizienzagentur des Landkreises Emsland. Diese berät in oftmals enger Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen zu Themen wie erneuerbare Energien, Heizen und Nachhaltigkeit, vermittelt aber auch die gängigen Energie-Checks der Verbraucherzentrale für Heizung und Gebäude.
„Neu bauen oder sanieren – diese Frage und die entsprechenden Beratungen habe ich fast wöchentlich, es sind gerade junge Leute, die kommen und fragen – soll ich mir das alte Haus jetzt kaufen und sanieren oder soll ich mich auf einen Bauplatz bewerben?“, berichtet Lorenz aus der Praxis Natürlich sind diese Fragen immer höchst individuell und werden auch genau so individuell beantwortet, doch ein paar Schlagwörter und generelle Infos kann der Fachmann trotzdem anbieten: “Die Wärmepumpe ist einfach ganz weit vorne bei den Heizungsoptionen!“
Folgerichtig ist es bei Neubauten seiner Erfahrung nach auch zu rund 90 Prozent die Wärmepumpe, die als Heiz-Technologie verbaut wird, oft in Verbindung mit einer PV-Anlage zur Unterstützung.
Doch auch bei alten Häusern lohnt sich eine Modernisierung, vor allem in Verbindung mit entsprechenden Maßnahmen an der Gebäudehülle, z.B. Erneuerung von Fenstern und Türen oder alles rund um das Thema Dämmung, denn:
Noch nie war die finanzielle Unterstützung für den Heizungstausch so attraktiv wie heute. Über die KfW-Bank können Eigentümer Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten erhalten. Auch Johannes Lorenz bestätigt, dass – sofern man von allen verfügbaren Förderungen profitieren kann – der Anschaffungspreis für eine Wärmepumpe ggf. für den Verbraucher geringer sein kann als für eine neue Gasheizung. Noch, denn wann auf politischer Ebene Änderungen an den bestehenden Förderungen beschlossen werden, weiß niemand genau.
Wichtig: Die maximal förderfähigen Kosten liegen bei 30 000 Euro für ein Einfamilienhaus. Der maximale Zuschuss beträgt somit 21 000 Euro. Lorenz betont, dass es wichtig sei, sich umfassend zu informieren, wobei die Anbieter vor Ort dabei gerne der erste Ansprechpartner sein dürfen: „Die Fachbetriebe sind eine gute erste Anlaufstelle, sowohl für Beratung als auch für Angebote, sie sind auch vor allem wichtig, da sie sich um die Förderungen mit kümmern. Dieser Vorgang ist oft für den Privatmann oder die Privatfrau alleine gar nicht zu leisten.“ Das Team der Energieeffizienzagentur des Landkreises steht im Anschluss zum Beispiel für eine eingehende Beratung und eine Sichtung der vorliegenden Angebote zur Verfügung. Was auch gut angenommen wird, sind die sog. Gruppenberatungen, die online stattfinden. “Die finden über das ganze Jahr verteilt mit entsprechenden Beratern, auch von der Verbraucherzentrale, statt. Da kann man sich einen Vortrag anhören zu Themen wie “Heizung optimieren“ oder “Funktioniert eine Wärmepumpe bei mir“, “Solarstrom vom eigenen Dach“ und vieles mehr. Zuerst gibt es einen 45-minütigen Vortrag und danach Gruppenberatungen Es werden online Kleingruppen gebildet und dann können die Leute in den einzelnen “Räumen“ gezielt ihre Fragen stellen“, erklärt Johannes Lorenz. Die nächste solche Beratung findet am 16. März von 17 bis 19 Uhr zu folgendem Thema statt: „Energiewende zu Hause: Solarstrom vom eigenen Dach“. Anmeldungen sind bis zum 15.
März möglich auf der Seite: www.klimaschutz-niedersachsen.de unter dem Stichwort „Veranstaltungen“. Die Energieeffizienzagentur erreicht man online auf www.eea-emsland.de oder unter Tel. 05931 441940.
fbac