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Lust auf Limo

Auf der Straße überzeugt der elektrische Sechser mit Mazda-typischer Fahrdynamik. Foto: Mazda

Mazda elektrifiziert den viertürigen Klassiker Mazda6

Der Markt für Elektrolimousinen ist noch relativ dünn gesät. Die Hersteller setzen überwiegend auf SUV. Grund: Bei dieser Fahrzeuggattung lassen sich Batteriehöhe und das Raumangebot für die Passagiere besser in Einklang bringen. Limousinen erfordern in dieser Hinsicht ein geschickteres Package.

Mazdas Designer haben sich der Herausforderung trotzdem gestellt und im Ergebnis ein überzeugendes wie attraktives Auto auf die Räder gestellt: den Mazda6e. Los geht's ab 44.500 Euro. In Relation zur Konkurrenz ein überaus attraktives Angebot.

Gut 23 Jahre lief die Baureihe 6 in drei Generationen mit Verbrennungsmotor vom Band. Damit ist jetzt Schluss. Mazda setzt bei der Schräghecklimousine vollständig auf Elektroantrieb und bietet den 6e nicht nur in zwei Batteriegrößen, sondern auch mit unterschiedlicher Zellchemie an. Während in der Basisversion ein Lithium-Eisen-Phosphat-Akku (LFP) mit einer Kapazität von 68,8 kWh steckt, sitzt in der Long-Range-Variante ein Nickel-Kobalt-Mangan-Energiespeicher (NCM) mit 80 kWh.

Unternehmen aus der Region

Basis und Long Range gehen zudem mit zwei Leistungsstufen einher, wenn auch nur mit einem geringen Unterschied von 10 kW. Wobei überraschenderweise die Einstiegsversion 190 kW/258 PS, die Variante mit der größeren Batterieaber „nur“ 180 kW/245 PS hat.

Ebenso überrascht ist man beim Thema Ladeleistung. Dem kleineren LFP-Akku der Basisversion gönnt Mazda eine marktübliche DC-Leistung von 165 kW. Dadurch wird es möglich, die Kapazität von zehn auf 80 Prozent in 24Minuten wieder aufzufüllen. 15 Minuten Nachladen sollen für 235 „frische“ Kilometer reichen.

Stutzig wird der Kunde allerdings, wenn er sieht, dass die Long-Range-Variante, sie sieht immerhin 552 Kilometer Reichweite vor, am Schnelllader nur mit 90 kW geladen werden kann und entsprechend 47 Minuten benötigt, bis der Akku wieder zu 80 Prozent gefüllt ist. Mazda sagt, dies hänge mit der etwas älteren Zellchemie zusammen. Ohnehin sieht man für die Long-Range-Version nur einen Verkaufsanteil von etwa zehn Prozent. „90 Prozent werden sich für den kleineren Akku entscheiden“, sagt Mazda-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan.

Erstmals zeigten die Japaner den 6e unter der Bezeichnung EZ-6 vor zwei Jahren in Peking. Die Limousine entstand in einem Joint Venture mit Changan Automotive und wird auch in China gebaut. Wer jetzt denkt, dies hätte irgendeinen negativen Einfluss auf Qualität und Verarbeitung, irrt gewaltig. Nie hatte ein Mazda einen schickeren und edleren Innenraum. Besonders in der Takumi-Plus-Ausstattung mit dem braunen Leder/AIcantara wirkt das Interieur sehr hochwertig, was durch das puristische Layout noch verstärkt wird.

Das Cockpit unterscheidet sich erheblich von den bisherigen Modellen. Erstmals gibt es ein großes, freistehendes Zentral-Bildschirm, der sich per Touch wie ein Smartphone bedienen lässt. Integriert ist sogar die Steuerung für die Klimatisierung. Sie lief bislang stets getrennt über physische Knöpfe. Gewöhnen muss man sich ein wenig an die Spiegelverstellung, die erst auf dem Screen aktiviert werden muss und dann per Lenkradtasten bedient wird. Serienmäßig an Bord ist sogar ein Head-up-Display. Wer möchte, kann es in verschiedenen Modi konfigurieren, je nachdem, welche Informationen man in der Windschutzscheibe sehen möchte.

Unternehmen aus der Region

Mit 4,92 Meter kratzt der Mazda6e längenmäßig an der Oberklasse – ein Mercedes EQE ist nur drei Zentimeter länger. Was das Fahren angeht, überzeugt Mazda einmal mehr mit seiner Jinba-Ittai“-Philosophie, nach der Fahrer und Fahrzeug eine harmonische Einheit bilden sollen. Die Entwickler schafften es, der Elektrolimousine ein gutes und ausgewogenes Fahrverhalten mit auf den Weg zu geben.


Sicher durch Nässe und Dunkelheit

Goldene Sonnenstrahlen, buntes Laub – der Herbst hat schöne Seiten. Für Autofahrer bringt er jedoch auch zahlreiche Tücken mit sich. So kommt man sicher durch die dunkle und nasse Jahreszeit. Rutschgefahr droht im Herbst nicht nur bei ersten Frostnächten. Vor allem nasses Laub oder auf die Fahrbahn gespülte Erde verlängern den Bremsweg erheblich. Unter einer dichten Blätterschicht können zudem Schlaglöcher, Steine oder Äste lauern. In solchen Situationen hilft nur: Tempo drosseln und besonders aufmerksam fahren. Gefährlich wird es auch, wenn starker Regen auf bereits gesättigte Straßen fällt:

Dann können die Reifen das Wasser nicht mehr verdrängen, das Fahrzeug schwimmt auf - es kommt zu Aquaplaning. Warnzeichen sind ein plötzlich leichtes Lenkgefühl und fehlende Reaktion der Räder. In diesem Fall sofort den Fuß vom Gas nehmen, die Kupplung treten oder den Automatikwählhebel auf „N“ stellen und das Lenkrad ruhig halten. Hektische Brems- oder Lenkmanöver verschlimmern die Situation nur. Laub wird auch abseits der Straße zum Problem: Verstopft es die Belüftungsschächte vor der Windschutzscheibe, kann das Gebläse nicht mehr richtig arbeiten. Beschlagene Scheiben sind die Folge. Deshalb sollte man regelmäßig Blätter von der Karosserie entfernen. Sobald die Temperaturen in den einstelligen Bereich sinken, ist zusätzliche Vorsicht geboten: In Senken, an Brücken oder im Wald bildet sich schnell Glätte. Vor allem in den frühen Morgenstunden kann die Fahrbahn noch gefroren sein, obwohl die Umgebungstemperatur bereits wieder im Plus liegt.

Gute Sicht ist im Herbst entscheidend. Autofahrer sollten das Abblendlicht lieber früher als später einschalten, denn das Tagfahrlicht moderner Fahrzeuge reicht bei Regen, Nebel oder in der Dämmerung nicht aus. Auch die Scheibenreinigung verdient Aufmerksamkeit: Eine gründlich gereinigte Innenseite verhindert störende Schlieren und Blendungen. Spröde Wischergummis sollten rechtzeitig ersetzt, das Wischwasser aufgefüllt werden.

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