Als Markus Poelmann im Oktober 2005 seine Praxis eröffnete, war der Start bescheiden - aber von Anfang an mit Herzblut verbunden. Die ersten Behandlungsräume lagen im "Quadrätchen“, klein, doch mit viel Liebe eingerichtet, dekoriert und gestaltet. "Ich hatte einen Karteikasten - sonst nichts“, erinnert sich Poelmann. Was fehlte, wurde durch Einsatz, Ideen und Persönlichkeit ersetzt. Ein Beispiel aus dieser Zeit läuft ihm bis heute durch den Kopf: "Einer meiner ersten Patienten kam mit einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule, den Arm nur noch schmerzend hochgeklemmt. Wir haben es ohne Operation geschafft - er ist bis heute bei uns."
Solche Geschichten sind es, die Poelmanns Blick auf Physiotherapie prägen: handwerklich sauber, individuell, mit Zeit und Ruhe. 2013 folgte der nächste Schritt: der Neubau am Rundeweg. Aus der Ein-Mann-Praxis ist inzwischen ein Team aus acht Kolleginnen und Kollegen geworden - darunter drei Physiotherapeuten, eine medizinische Fitnesstrainerin, zwei Bürokräfte, Ehefrau Hilke Poelmann als Diplom-Logopädin (NL) und eine Reinigungskraft, die hinter den Kulissen für ein gepflegtes Umfeld sorgt. "Unsere Bürokräfte sind für die Praxisorganisation unverzichtbar. Sie sorgen dafür, dass wir uns voll auf die Behandlung konzentrieren können“, betont Poelmann.
Von Beginn an stand auch Ehefrau Hilke Poelmann fest an seiner Seite. Mit großem persönlichen Einsatz und Organisationstalent unterstützte sie alle Schritte des Aufbaus. Heute bringt sie ihre fachliche Qualifikation als Diplom-Logopädin (NL) in die Praxis ein - ein Riesenschritt für das Angebot: neurologische Patienten (etwa nach Schlaganfall, bei MS oder Parkinson) können nun Physiotherapie und Logopädie unter einem Dach bekommen. Auch die Eltern halfen tatkräftig mit, besonders in den Anfangsjahren, und gaben dem jungen Unternehmen Stabilität.
Nicht zuletzt sind es auch die vier Kinder, die die Familie Poelmann tragen und das Gefühl vermitteln: Diese Praxis ist ein echtes Familienunternehmen. "Ohne die Familie wären wir heute nicht da, wo wir sind", sagt Markus Poelmann.Inhaltlich richtet sich die Praxis konsequent auf das aus, was Poelmann aktiv werden nennt: Krankengymnastik aktiv und am Gerät (KGG) rückt stärker in den Mittelpunkt, zwei Teammitglieder absolvieren derzeit eine entsprechende Fortbildung. Geplant ist außerdem die Teilnahme an T-RENA, trainingstherapeutischen der Reha-Nachsorge. "Physiotherapie bedeutet für uns: Menschen in Eigenverantwortung bringen. Nicht nur auf der Bank liegen - verstehen, üben, dranbleiben."
Neben der klassischen Physio hat Poelmann sein Profil um orthomolekulare Beratung erweitert - Mikronährstoff-Medizin als Baustein in einer ganzheitlichen Anamnese. "Physiotherapie hört nicht am Gelenk auf. Wenn Versorgungslücken - etwa bei Vitamin D oder Magnesium - eine Rolle spielen, besprechen wir das und integrieren es seriös in die Therapie." Wer in die Räume kommt, spürt den familiären Ton.


"Viele sagen, sie mögen die ruhige Atmosphäre“, erzählt Poelmann. Das liegt nicht nur am entspannten Team, sondern auch an der Haltung: freundlich, wertschätzend, menschlich. "Wir wollten nie eine hektische Praxis sein, sondern eine, in der man sich willkommen fühlt." Und die nächsten 20 Jahre? Poelmann blickt zuversichtlich nach vorn - auch, weil im ländlichen Raum gut vernetzte Praxen immer wichtiger werden.
"Wir wollen Qualität, Zeit und breites Know-how bieten. Dann bleibt das Entscheidende erhalten: Menschen kommen mit Schmerzen - und gehen mit Plan, Perspektive und oft auch einem Lächeln.“
feli