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Zwischen Wandel und Tradition

Beim Umbau des Modehauses wurden die neuen Gebäudeteile bewusst an den vorhandenen Fachwerkgiebel angepasst. Foto: Ehrhardt

Von Umzügen, Erweiterungen und treuen Kunden - wie sich das Lathener Geschäft über Generationen neu erfunden hat

Mit dem wachsenden Angebot wurde der Platz an der Kirchstraße erneut knapp. 1986 lagerte das Unternehmen deshalb die Herrenabteilung an den Kolpingplatz aus. Für die Mitarbeiterinnen bedeutete das damals eine große Aktion: Kleidung wurde nach Größen sortiert, eingepackt und an den neuen Standort gebracht.

Unternehmen aus der Region

Fast zwei Jahrzehnte lang blieb die Herrenmode dort. Anfang der 2000er-Jahre ergab sich schließlich die Möglichkeit, das Stammhaus zu erweitern. Aus rund 600 Quadratmetern Verkaufsfläche wurden durch den Anbau etwa 1.000 Quadratmeter. 2004 zog die Herrenabteilung vom Kolpingplatz zurück an die Kirchstraße. Auch äußerlich sollte die Erweiterung zum traditionsreichen Gebäude passen. Der historische Fachwerkgiebel blieb erhalten; die neuen Fassaden wurden ihm bewusst angepasst. Nicht jede Abteilung konnte über die Jahrzehnte bestehen bleiben. Die Kinderabteilung wurde Anfang der 2000er-Jahre aufgegeben. Katharina Haasken erinnert sich, dass diese Entscheidung ihrer Schwiegermutter nicht leichtfiel. Sie hatte einen großen Teil ihres Berufslebens mit der Kindermode verbracht. Andere Bereiche - wuchsen dagegen.

Unternehmen aus der Region

Heute spielt etwa die Ausstattung von Schützenvereinen eine wichtige Rolle. Mehr als 30 Vereine aus der Region gehören nach Angaben des Teams zur Kundschaft. Auch schwierige Zeiten blieben nicht aus. Neben den beiden Weltkriegen gehört aus Sicht der heutigen Generation die Corona-Pandemie dazu. Während der Geschäftsschließungen stellten die Mitarbeiterinnen Kleidungsstücke nach telefonischer Absprache zusammen, fotografierten Ware und übergaben die Auswahl kontaktlos. Viele Kunden hätten damals ganz bewusst vor Ort eingekauft, um das Geschäft zu unterstützen, erinnert sich das Team.

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Das 150-jährige Bestehen möchte das Modehaus nicht nur im eigenen Kreis feiern. Mit einer Jubiläumsaktion und 20 Prozent Nachlass will sich Haasken bei seinen Kunden für ihre Treue und Verbundenheit bedanken. „Das ist als Dankeschön für unsere Kunden gedacht“, sagt Katharina Haasken. Was die Zukunft betrifft, so wünschen sich HansRudolf Haasken mit seiner Familie und den Mitarbeiterinnen einmütig, dass das Modehaus noch möglichst lange bestehen bleibt. Denn während die Mitarbeiterinnen hier nach eigener Aussage eine zweite Familie gefunden haben, zeigt sich die Verbundenheit auf der anderen Seite auch in der langjährigen Treue vieler Kunden. Einige kaufen seit Generationen bei Haasken ein. Felicitas Ehrhardt

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