19.01.2021, 13:38 Uhr

Video: "Enorme Erleichterungen" für Gesundheitsämter Essener Klinikchef attackiert Inzidenzwert von 50 als Lockdown-Ziel

Essener Klinikchef attackiert Inzidenzwert von 50 als Lockdown-Ziel

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Kritik am starren Inzidenzwert von 50 übt der Chef der Essener Universitätsklinik, Professor Jochen Werner. Die Digitalisierung bringe den Gesundheitsämtern bereits „enorme Erleichterungen“ bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, sagt Werner bei „19 – die DUB Chefvisite“. Es könne nicht sein, dass diese Verbesserungen „keinerlei Einfluss auf den uns täglich vorgehaltenen Orientierungswert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner über sieben Tage haben“. Dieser werde „wie eine Monstranz“ herumgetragen und diene als „Feigenblatt“: „Es passt einfach nicht mehr“, so der Mediziner mit Blick auf den technischen Fortschritt in den Gesundheitsämtern. Diese erhielten zum Beispiel alle Labordaten seit Jahresbeginn elektronisch und nicht mehr per Fax. Unter anderem deswegen könne der Richtwert für die Nachverfolgung auch höher angesetzt werden.
„Es ist viel Geld unterwegs“, sagt der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank für Privat und Firmenkunden, Dr. Ulrich Stephan, in der Sendung. Ursache seien extrem niedrige Notenbank-Zinsen und große Konjunkturpaketen. Damit erklärte Stephan das scheinbare Paradox von darbender Wirtschaft und boomenden Börsen. Der Industrie gehe es „verhältnismäßig gut“, „Stay at Home“-Aktien von Corona-Gewinnern seien zudem „in unglaubliche Höhen geschossen“. Trotz hoher Staatsausgaben und -schulden in der Krise erwartet Stephan derzeit keine Inflationswelle: „Da muss keiner Angst haben.“ Auch ein Währungsschnitt stünde nicht an. Das elektronische Zahlungsmittel Bitcoin bewertet er als reines Spekulationsobjekt. Der Kurs sei „hoch volatil“, Bitcoins daher nur geeignet für Menschen, „die in Risiko investieren wollen“.
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Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Mittwoch, den 20. Januar, als Talk-Gäste dabei: Dr. Karl Reinitzhuber, Chef der Carestone-Gruppe, und Dirk Görgen, Vertriebsleiter bei der Fondsgesellschaft DWS.


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