KEIN STREIT IN 60 JAHREN Papenburger feiern diamantene Hochzeit

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Seit 60 Jahren sind die Papenburger Lene und Gottfried Hockmann verheiratet. Foto: Katharina PreuthSeit 60 Jahren sind die Papenburger Lene und Gottfried Hockmann verheiratet. Foto: Katharina Preuth

Papenburg. Er spielt Handharmonika, sie in der Theatergruppe, er geht zur Rheumaliga, sie zum Kirchenchor: Lene und Gottfried Hockmann sind viel beschäftigt. Für einen Anlass wie diesen bleibt aber natürlich dennoch Zeit: Mit 90 Gästen feiern die beiden Papenburger ihre diamantene Hochzeit.

Wenn Lene Hockmann als Schauspielerin mit der Theatergruppe der St.-Michael-Gemeinde ihren Auftritt hatte, half ihr Ehemann erst beim Stühletragen und saß dann im Publikum und schaute ihr zu. Andersherum ist sie die erste, die zu der Musik ihres Mannes tanzt, wenn er die Handharmonika herausholt. Auf der Theaterbühne ist Lene Hockmann heute nicht mehr, dafür steht Gottfried Hockmanns Instrument noch immer griffbereit. 

Zur Feier ihres 60-jährigen Ehejubiläums wollen sie vor Freunden, Nachbarn und Familie das gemeinsame Lieblingslied "Mien Drüs´ken" zum Besten geben. Begleitet von den Klängen der Handharmonika singen sie dann "Wat wass sei schön, nun ligg se wiet, de wunnerselige Kinnertiet." Das passe inhaltlich, da auch die Zeit, in der sie sich kennengelernt und geheiratet haben, lange zurück liege, erklärt Gottfried Hockmann. Wie das Video zeigt, musiziert das Ehepaar nicht zum ersten Mal miteinander.

Gerade erst 16 Jahre war Lene Hockmann alt, als ihr späterer Ehemann sie auf dem Michelmarkt in Papenburg ansprach. Seit diesem Tag sind sie ein Paar. Regelmäßig kam Gottfried Hockmann seine Lene besuchen. Erst sechs Jahre nach ihrem ersten Treffen heirateten die beiden am 20. November 1958. Seitdem sind 60 Jahre vergangen.


Gemeinsam mit den beiden Söhnen, Johannes und Friedel, sind sie erst1970 in das Haus gezogen, in dem die beiden noch heute wohnen. Als ausgebildeter Metaller arbeitet Gottfried Hockmann 30 Jahre in diesem Beruf, bevor er als Lehrer an der Berufsschule Papenburg anfing und hier 15 Jahre lang unterrichtete. Für seine Frau gestaltet sich die Berufswahl schwieriger. Statt eine Lehrstelle anzunehmen, musste sie ihrer Mutter auf dem Hof helfen, da ihr Vater früh gestorben ist. Während ihr Bruder eine Ausbildung absolvierte, bewirtschafteten die beiden Frauen den Hof. Dort hat Lene Hockmann gelernt, sich zu behaupten und Arbeiten zu verrichten, die anfielen. Diese Eigenschaften sollten ihr später noch zugute kommen. Als einzige weibliche Hausmeisterin der Stadt arbeitete sie an der Waldschule Papenburg. "Ich habe mir selbst beigebracht, wie man Türschlösser repariert und alles andere", erzählt sie. 

Kein Streit in 60 Ehejahren

Trotz der unterschiedlichen Interessen und Arbeitsstellen haben sie doch ein gemeinsames Hobby. Beide gehen sie gerne in den Garten und pflanzen, säen und jäten Unkraut. Zum ersten Mal konnten sie in diesem Jahr 18 Kürbisse ernten, auf die sie besonders stolz sind. Ansonsten beobachten sie aus dem Fenster des Wintergartens die Eichhörnchen, die in den Bäumen klettern. 

Und was ist das Geheimnis ihrer langen Ehe? "Wir haben uns in all den Jahren nie gestritten", sagt Gottfried Hockmann. Selbst Meinungsverschiedenheiten seien selten vorgekommen, ergänzt seine Frau. "Wir haben uns einfach immer gut verstanden."


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