0:2-Heimniederlage Pokalschwung verpufft: Werder verliert gegen Union Berlin

Von dpa

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Bremen. Der SV Werder Bremen hat den Schwung aus dem Pokal nicht mitnehmen können und taumelt in der Fußball-Bundesliga weiter dem Abstieg entgegen. Vier Tage nach dem beeindruckenden Cup-Coup gegen Borussia Dortmund verloren die Norddeutschen am Samstag gegen Union Berlin mit 0:2 (0:0) und mussten in der Liga den nächsten Tiefschlag hinnehmen.

Nach dem furiosen Pokalspiel gegen Dortmund waren die Bremer bemüht, auch gegen den Neuling forsch nach vorne zu spielen. Wie erwartet entwickelte sich das Duell mit den Köpenickern aber komplett anders als der Vergleich mit dem BVB. Union stand sehr tief und ließ den Gastgebern kaum Räume. Werder tat sich so sehr schwer und kam vor der Pause nur zu zwei nennenswerten Möglichkeiten.

Beide Male war der formverbesserte Maximilian Eggestein beteiligt. In der zehnten Minute bediente der Mittelfeldspieler Davie Selke, der im letzten Moment aber abgeblockt wurde. Sehr zur Freude der Bremer war Selke rechtzeitig für die Begegnung fit geworden. Der am letzten Tag der Transferperiode von Unions Stadtrivalen Hertha BSC ausgeliehene Stürmer hatte im Pokalspiel gegen Dortmund eine Verletzung am Hüftbeuger erlitten, meldete sich aber gesund. Allerdings konnte sich auch der neue Hoffnungsträger nicht weiter in Szene setzen.

Den Ball nicht richtig getroffen

Die beste Gelegenheit vergab Eggestein in der 27. Minute. Allerdings traf der Bremer nach schönem Zuspiel von Leonardo Bittencourt den Ball nicht richtig. Von den Berlinern war offensiv im ersten Durchgang dagegen nichts zu sehen.

Das änderte sich nach der Pause. Zunächst scheiterte Sebastian Andersson mit einem Kopfball an Werder-Keeper Jiri Pavlenka, dann brachte Bülter die Hauptstädter sogar in Führung. Nach einem schönen Konter über Yunus Malli und Christopher Lenz spitzelte Bülter den Ball in der Mitte ins Bremer Tor.

Viele Ungenauigkeiten

Der Rückstand wirkte auf die Bremer wie ein Schock. Nun schlichen sich wieder Flüchtigkeitsfehler und Ungenauigkeiten ins Spiel der Hausherren ein, auch auf den Rängen wurde das Gemurre wieder lauter. Zwar hatten Yuya Osako und Leonardo Bittencourt in der Folgezeit zwei Chancen für die Hausherren. Die Verunsicherung war nun aber spürbar. Erst recht, als Bülter im Nachschuss für das 2:0 sorgte. Vom Glaube an die Wende war bei Werder nun nichts mehr zu sehen. Auch die Einwechslung von Publikumsliebling Claudio Pizarro verpuffte.


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