Ziel sind 5000 Saisonabos VfL Osnabrück: Bislang 2300 Dauerkarten verkauft

10.07.2014, 16:09 Uhr

Fußball-Drittligist VfL Osnabrück hat in der ersten Etappe des Dauerkartenverkaufs 2300 Abos an seine Stammkunden verkauft, die bereits in der Vorsaison eine Dauerkarte besessen hatten. Das hat Geschäftsführer Jürgen Wehlend auf Anfrage erklärt. In der vergangenen Saison hätten etwas mehr, nämlich 2380 Fans, ihr Recht in Anspruch genommen, ihre Dauerkarte im Vorkaufszeitraum vorzeitig zu verlängern.

Am Ende setzte der VfL 5300 Saisontickets ab. „Wir gehen davon aus, dass wir wieder ein gutes Ergebnis erreichen werden“, sagte Wehlend. Der VfL peile erneut 5000 verkaufte Dauerkarten an. „Das wäre ein tolles Ergebnis.“

Vom 25. Juni bis zum 5. Juli konnten Dauerkartenbesitzer ihr Abo vorzeitig erneuern. In dieser Woche kamen bis Mittwoch die VfL-Mitglieder zum Zug, seit Donnerstag läuft der freie Verkauf. Der Verein wolle versuchen, neue Fans für sich zu gewinnen, die sich beispielsweise beim Crowdfunding erstmals für den VfL engagiert hätten oder beim Frauen-Länderspiel den Weg in die Osnatel-Arena gefunden und Stadion-Atmosphäre geschnuppert hätten. Außerdem will der VfL Anhänger zurückgewinnen, „die wir in den letzten zwei, drei Jahren verloren haben“, und auch auf die Dauerkartenbesitzer, die ihr Abo nicht verlängert haben, wollen die Lila-Weißen noch einmal zugehen. „Wir fassen da noch mal nach. Wir werden zwar nicht die Preise ändern, aber vieles lässt sich im Gespräch lösen“, hofft Wehlend.

Die Erhöhung der Dauerkartenpreise auf den Sitzplätzen und die damit verbundene Reduzierung der Freispiele macht sich beim Absatz bemerkbar: 1150 Dauerkartenkunden auf den Sitzplätzen hätten ihr Abo verlängert, sagte Wehlend. In der Vorsaison hatten 1380 Fans von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Das ist ein Minus von rund 17 Prozent. Dem gegenüber steht ein 15-prozentiger Zuwachs auf den Stehplatzrängen: 1150 Fans hätten hier ihre Dauerkarte früh verlängert. Im Vorjahr hatten sich dazu nach Vereinsangaben nur 1000 Fans entschlossen.

Außer der Preiserhöhung hat der VfL auch die fehlenden Spiele im DFB-Pokal als Grund dafür ausgemacht, warum Fans ihre Dauerkarten nicht verlängert haben. „Viele haben das Vorkaufsrecht für den DFB-Pokal als Argument für eine Dauerkarte angeführt“, sagte Wehlend. Dass der VfL in der kommenden Saison nicht in dem Wettbewerb vertreten ist, sei deshalb doppelt ärgerlich: Zum einen fehlen die Einnahmen aus dem Pokalspiel, zum anderen ein zusätzlicher Anreiz für den Kauf einer Dauerkarte.