Wohl über 200000 Euro Ablöse Wollitz will Geld aus Wegkamp-Transfer geschickt investieren

Von Benjamin Kraus | 28.06.2012, 22:00 Uhr

Gestern schickte Lothar Gans den Entwurf des Transfervertrages nach Düsseldorf, heute steht die sportärztliche Untersuchung für Gerrit Wegkamp in der Rheinmetropole an: Der Verkauf des Osnabrücker Stürmers zu Fortuna Düsseldorf ist im Prinzip beschlossene Sache.

Er dürfte dem VfL eine Ablösesumme einbringen, die deutlich jenseits der 200000 Euro-Marke liegt. Über genaue Vertragsmodalitäten und Inhalte vereinbarten alle beteiligten Parteien allerdings Stillschweigen.

„Sicher ist es bitter, ein solches Talent abgeben zu müssen, aber unsere finanzielle Situation zwingt uns eben zu solchen Maßnahmen“, kommentierte Trainer Claus-Dieter Wollitz den Transfer, der den Handlungsspielraum für den VfL, einen erfahrenen Stürmer zu verpflichten, erhöht. „Ich werde aber auf keinen Fall die gesamte Ablöse in einen einzigen Spieler investieren“, stellte Wollitz klar, dass er mit potenziellen Kandidaten hart verhandeln will – zumal er noch mehrere Baustellen in seinem Kader sieht. „Eigentlich brauchen wir ja noch einen Innenverteidiger, einen Linksverteidiger und einen weiteren Stürmer“, monierte er Lücken in seinem Kader jenseits der Idealvorstellung, die sich in dieser Saison wohl nicht mehr realisieren lässt.

Dass der VfL mit dem Wegkamp-Transfer nun mehr Optionen als zuvor hat, liegt auch an der cleveren Maßnahme, das Talent im vergangenen September mit einem langfristigen Vertrag bis 2014 auszustatten. In der vergangenen Hinrunde verzeichnete Wegkamp in seinem ersten Profijahr 21 Einsätze und erzielte dabei vier Tore, bevor er nach der Winterpause wegen eines Haarrisses im Mittelfuß ausfiel. Nun gab Wegkamp dem Bundesliga-Aufsteiger Düsseldorf den Vorzug: Der 19-Jährigen mit dem guten Torriecher hatte auch ein Angebot des niederländischen Ehrendivisionärs Twente Enschede.