„Werden uns nicht verstecken“ VfL Osnabrück vor nächstem Liga-Gipfel: Mit „Otschi“ und Vorfreude

Von Stefan Alberti | 17.02.2017, 21:00 Uhr

Manche reden vom berühmten Sechs-Punkte-Spiel – in jedem Fall ist es das nächste Topduell der 3. Liga, „und auf solche Spiele freut sich jeder Fußballer“, sagt der aktuelle VfL-Kapitän Bastian Schulz vor der Partie beim 1. FC Magdeburg.

 Welche Elf wird beginnen? Seit dem Abschlusstraining am Freitagmittag steht fest: Kwasi Okyere „Otschi“ Wriedt steht nach seinen Adduktorenproblemen wieder im Kader – und damit im Angriff neben Kemal Rüzgar in der Startelf. Ahmet Arslan, gegen Mainz noch erste Wahl, wird auf der Bank Platz nehmen müssen. Für den verletzten Marcel Appiah rückt Mohamed El-Bouazzati in die Innenverteidigung. Weitere Änderung gegenüber der Mainz-Partie: Konstantin Engel übernimmt die Sechserposition des gelbgesperrten Anthony Syhre.

 Wie ist die Stimmung? Bestens. Am Freitag vor der Abfahrt wurde sogar gesungen. Es gab exklusive Geburtstags-Ständchen der Mannschaft für Lothar Gans, Leiter Profifußball, und Athletiktrainer Henrik Frach. Ansonsten? „Haben die Jungs sehr konzentriert gearbeitet, ich bin sehr zufrieden mit der Trainingswoche“, sagt Coach Joe Enochs. Den Spielern sei bewusst, dass mit einer Leistung wie gegen Mainz in Magdeburg nichts zu holen sei. „Aber ich weiß auch, dass wir eine richtig gute Fußballmannschaft sind.“

 Das Rezept gegen Magdeburg? Enochs erwartet eine „robuste Elf mit einem Klassestürmer Christian Beck“. Und klar, in der Arena werde es beim Spiel zwischen dem Dritten und dem Zweiten ähnlich knistern wie vor zwei Wochen in Duisburg. „Wir werden uns nicht verstecken und versuchen, frühen Druck auf den Gegner auszuüben.“

 Wie halten die Gastgeber dagegen? In den Medien in Magdeburg ist von einem „Spitzenspiel der Angeschlagenen“ die Rede. Der FCM wartet in diesem Jahr nach einem 1:2 bei Fortuna Köln und zwei Unentschieden (jeweils 1:1 gegen Zwickau und Paderborn) noch auf den ersten Dreier. Doch das Team von Trainer Jens Härtel „brennt“. Winter-Neuzugang Richard Weil (aus Würzburg) bringt es auf den Punkt: „Wir müssen zunächst mal die Grundtugenden – Einsatzbereitschaft, Willen, Aggressivität, Siegermentalität – abrufen. Wenn wir dann nach vorne den letzten Pass spielen, haben wir gute Chancen, den Dreier zu holen.“

 Und wie geht’s nun aus? Das Spiel gegen Mainz vergessen, die Duisburg-Partie in Erinnerung rufen – der VfL gewinnt 1:0.

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