Vor dem Spiel in Magdeburg Und die nächste Hiobsbotschaft – jetzt fehlt dem VfL auch noch Appiah

Von Stefan Alberti | 15.02.2017, 22:01 Uhr

Jetzt auch noch Marcel Appiah: Der Innenverteidiger wird dem VfL Osnabrück möglicherweise drei Wochen fehlen. Diagnose: Faserriss im linken Oberschenkel. Damit werden die Sorgenfalten von Cheftrainer Joe Enochs vor dem Spitzenspiel am Samstag in Magdeburg zumindest nicht weniger.

 Die aktuelle Hiobsbotschaft: Appiah hatte am Dienstagnachmittag die Trainingseinheit mit Beschwerden im Oberschenkel beendet. Die erste Diagnose wurde am Mittwoch nach einer MRT-Untersuchung bestätigt. Nach Einschätzung von Physiotherapeut Günter Schröder wird der 28-Jährige voraussichtlich drei Wochen ausfallen. „Es ist bitter. Jede Verletzung kommt zu einem unnötigen Zeitpunkt“, sagt Appiah, „nach dem Mainz-Spiel hätte ich gerne in Magdeburg mit der Mannschaft die passende Antwort gegeben.“ Aber es sei wenig hilfreich, jetzt nur mit der Situation zu hadern. Er werde alles dafür tun, den Heilungsprozess voranzubringen, „um schnell wieder auf dem Platz zu stehen“.

 Die „Krankenakte Halil Savran“: Der 31-Jährige hatte sich Mitte Januar im Testspiel gegen den SV Rödinghausen einen Knorpelschaden im rechten Knie zugezogen. Mit der Tatsache, dass der Kapitän dem VfL in dieser Saison nicht mehr weiterhelfen kann, müssen sich Trainer, Mannschaft und Fans schon seit einigen Wochen abfinden. Weiterlesen: Wie sich der Kapitän fühlt… 

 Die „Krankenakte Christian Groß“: Die „Mittelfeld-Lunge“ hatte sich kurz nach dem Spiel gegen die Sportfreunde Lotte Ende November im Training einen Kreuzband-Anriss zugezogen. Der 28-Jährige schuftet seither an seinem Comeback, liegt im Plan und will nach eigenen Angaben Ende Februar/Anfang März wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Weiterlesen: Groß ist heiß auf sein Comeback. 

 Die „Krankenakte Robert Kristo“: Der baumlange Mittelstürmer liegt seit Anfang Februar auf Eis. „Robbie“ hatte sich im Training eine Verletzung zugezogen. Diagnose: Einriss im Außenband und in der Kapsel des linken Sprunggelenks. Kristo wird definitiv noch nicht für das Spiel in Magdeburg zur Verfügung stehen. Eine Rückkehr dürfte zum Spiel gegen die U23 von Werder Bremen (24. Februar) oder eine Woche später beim SV Wehen Wiesbaden realistisch sein.

 Die „Krankenakte Kwasi Okyere Wriedt“: Der Torjäger war im Spiel beim MSV Duisburg am 4. Februar kurz nach der Halbzeit wegen einer Adduktorenzerrung ausgewechselt worden. „Otschi“ musste anschließend im Heimspiel gegen Mainz passen. Und in Magdeburg? Das bleibt noch abzuwarten. Wriedt trainiert derzeit noch nicht mit der Mannschaft, der 22-Jährige bekommt Individualtraining. „Wenn er die Belastungstests am Donnerstag und Freitag übersteht, könnte er gegen Magdeburg wieder dabei sein“, sagt Enochs.

 Wer fällt sonst noch aus? Anthony Syhre. Der 21-Jährige, zuletzt als Sechser neben Bastian Schulz in der Startelf, sah im Spiel gegen Mainz die fünfte Gelbe Karte und ist somit in Magdeburg gesperrt. Aus der Startformation droht derzeit nur Nazim Sangaré (vier Gelbe Karten) eine Sperre. Wenn Groß zurückkehrt, bringt er ebenfalls die Belastung von vier Gelben Karten mit.

 Wie reagiert Enochs? Natürlich ist er nicht glücklich über den weiteren Ausfall von Appiah, „aber ich kann es nicht ändern“. Seit Mittwoch würden im Training die möglichen taktischen Varianten für Magdeburg durchgespielt. Derzeit spreche vieles dafür, dass am Samstag Mohamed El-Bouazzati die Position von Appiah übernehme, „er ist gelernter Innenverteidiger“. El-Bouazzati habe wie Kamer Krasniqi und Kim Falkenberg in der vergangenen Woche in der „Zweiten“ Spielpraxis bekommen. „Mo kann gerade in einem Kampfspiel wie gegen Magdeburg wertvoll sein.“