Vier Testspieler eingesetzt VfL spielt 1:1 gegen Paderborn

Von Benjamin Kraus | 12.07.2014, 22:16 Uhr

Mit Glück, aber auch Geschick hat der VfL Osnabrück im ersten Härtetest vor der neuen Saison ein 1:1 gegen den künftigen Bundesligisten SC Paderborn geholt. Das Tor erzielte der Gastspieler Johan Plat, insgesamt setzte Trainer Maik Walpurgis vier Testspieler ein.

„Wir müssen abwarten, wie wir mit ihnen weiter verfahren“, äußerte sich der VfL-Trainer sowohl zu dem Stürmer aus den Niederlanden, der zuletzt für Hansa Rostock spielte, wie auch zu Kristian Kojola ( 27, Innenverteidiger, zuletzt Hallescher FC) und Maurice Trapp (22, Innenverteidiger, zuletzt Union Berlin), die in der zweiten Halbzeit die Innenverteidigung des VfL bildeten, sowie zum Italiener Davide Grassi (28, zuletzt aktiv für Aris Limassol in Zypern), der in der ersten Hälfte an der Seite von David Pisot verteidigte.

 Hier gibt‘s den Live-Ticker zum Nachlesen 

In der ersten Halbzeit fehlte beiden Teams vor allem vor dem Tor die Durchschlagskraft – möglicherweise auch ein Resultat der intensiven Vorbereitung. So konnte sich für Paderborn der Ex-Osnabrücker Elias Kachunga mehrmals in aussichtsreicher Position nicht durchsetzen – oder er scheiterte an der vielbeinigen Osnabrücker Abwehr. Stark war der VfL immer dann, wenn die Außenverteidiger Christian Groß und Marcel Kandziora in Aktion gebracht werden konnten – oder Kevin Freiberger seinen Turbo zünden konnte. Richtig gefährlich wurde es vor dem Tor des SCP aber selten – knapp strich der Kopfball von Nicolas Feldhahn am linken Pfosten vorbei (30.).

 Mehr Nachrichten zum VfL Osnabrück 

Im zweiten Durchgang wurde die neuformierte Abwehr gleich kalt erwischt: Eine Flanke aus dem Halbfeld köpfte Paderborns Uwe Hünemeier über Torhüter Frank Lehmann hinweg ins lange Eck (47.). Lehmann stand auch ein wenig später im Mittelpunkt, als er nach einer zu kurzen Rückgabe von Leon Neldner, gegen den Ex-Osnabrücker Elias Kachunga und Moritz Stoppelkamp allein auf weiter Flur stand – und zweimal exzellent rettete, dann aber den Fuß von Stoppelkamp ins Gesicht bekam. Lehmann musste mit dicker Nase ausgewechselt werden und zum HNO-Arzt – der erste Verdacht auf einen Nasenbeinbruch scheint sich aber zum Glück nicht zu bestätigen.

Dem Ausgleich für den VfL ging ein schöner Spielzug über den auffälligen Außenverteidiger Groß voraus, der zunächst am 17-jährigen Torwart-Talent Alexander Nübel scheiterte – den Nachschuss aber schob Testspieler Plat aus dem Gewühl heraus über die Linie (68.). In der Schlussphase bekam Paderborn nach der Einwechslung vieler VfL-Nachwuchskräfte ein leichtes Übergewicht, die Osnabrücker retteten aber das Remis mit Glück und Geschick über die Zeit.

„Wir dürfen nicht das reine Ergebnis bewerte – Paderborn ist erst ganz am Anfang der Vorbereitung und hätte eigentlich gewinnen müssen“, sagte Walpurgis nach der Partie und ergänzte: „Um auf Top-Level in der Dritten Liga zu kommen, müssen wir unsere Abstimmung weiter verbessern.“