VfL Osnabrück …wie erleichtert sind Sie jetzt?

11.09.2011, 15:49 Uhr

Uwe Fuchs, Trainer des VfL Osnabrück: Da ist mir schon der ein oder andere Stein vom Herzen gefallen. Ich bin glücklich, dass wir die Wende geschafft haben.

Wie würden Sie diesen Erfolg einordnen? Er gelang uns zum richtigen Zeitpunkt in einem Spiel, das auch wegen der Emotionalität unter einer besonderen Bedeutung stand. Das ist also nicht nur für uns als Verein wichtig, sondern auch für das gesamte Umfeld.

Was ist für Sie in sportlicher Hinsicht die Quintessenz dieser Partie? Wir haben gegen die im Durchschnitt älteste Mannschaft im Profifußball gespielt und gewonnen. Und das mit einem sehr jungen Team, das wir bewusst ja so zusammengestellt haben. Es zeigt mir, dass der von uns eingeschlagene Weg der richtige ist.

Was insbesondere in der zweiten Halbzeit zu sehen war. Stimmt, unser Spiel vor der Pause war fehlerhaft, den Vortrag nach dem Seitenwechsel würde ich aber als gut bezeichnen. Wir haben versucht, fußballerische Lösungen zu finden, und sind belohnt worden.

Das Derby schrieb nicht nur sportliche Schlagzeilen. Wie bewerten Sie die Zwischenfälle? Ich bin immer noch erschüttert darüber, was zwei-, dreihundert Idioten anrichten können. Besonders geärgert habe ich mich darüber, dass das Fernsehen diesen Leuten die gewünschte Plattform gegeben hat und somit gewissermaßen den Voyeurismus bedient hat. Besser wäre es gewesen, diese Bilder nicht zu zeigen. Dass eine Minderheit von etwa zwei Prozent etwas kaputt macht, worauf sich die überwältigende Mehrheit so gefreut hat, tut weh.