VfL Osnabrück Vorsicht vor der langen Werder-Garde!

27.07.2009, 22:00 Uhr

Heim-Premiere für die Fußballer des VfL Osnabrück in der 3. Liga: Spieler, Trainer und Fans hoffen, dass heute (19 Uhr) gegen Werder Bremen II der mit dem 0:1 bei Eintracht Braunschweig missglückte Saisonstart in der Osnatel-Arena eine Korrektur erfährt. Der Verein rechnet mit 10 000 Besuchern.

„Eine solche Kulisse wäre für uns natürlich ein riesiger Vertrauensvorschuss und würde zeigen, wie fußballverrückt die Region Osnabrück ist. Natürlich wollen wir den Fans auch etwas bieten, müssen aber immer wieder darauf hinweisen, dass die Mannschaft noch in der Findungsphase ist“, meinte Trainer Karsten Baumann.

Beim Abschlusstraining musste der Coach gestern Abend auf Matthias Heidrich verzichten. Der Mittelfeldspieler zog sich in Braunschweig eine Prellung am Wadenbein zu, die seinen Einsatz ungewiss macht. Einen letzten Aufschluss über den Fitness-Zustand des 31-Jährigen soll ein Test im Laufe des heutigen Tages ergeben.

Sollte Heidrich passen müssen, wäre das die Chance für Niels Hansen in der Starformation. Er käme dann für die Position des Abräumers vor der Abwehr infrage, sodass ein Rautensystem im Mittelfeld durchaus vorstellbar wäre. Alexander Schnetzler würde dann ganz auf die rechte Seite rücken und dort die etatmäßige Position von Benjamin Siegert übernehmen, der wegen der Gelb-Roten Karte vom Samstag für eine Partie aussetzen muss. Schnetzlers Pendant auf der linken Seite wäre Michael Lejan, für den oberen Part der Raute würde sich Björn Lindemann empfehlen, der in Braunschweig über weite Strecken als hängende Spitze unterwegs war. Bei dieser taktischen Anordnung ist von zwei Stürmern auszugehen – Alexander Kotuljac und Thomas Reichenberger könnten sie heißen.

Der VfL muss sich auf einen technisch versierten und spielstarken Gegner einstellen. Kevin Maek (1,92 m), Niklas Andersen (1,91), Jose-Alex Ikeng (1,86 m), Nicolas Feldhahn (1,89) und Torsten Oehrl (1,92), allesamt beim 0:0 in der ersten Partie gegen RW Erfurt im Einsatz, verfügen über Gardemaß. VfL-Coach Baumann weiß Bescheid: „Gerade bei Standards sind die Bremer sehr gefährlich.“

Trainer Thomas Wolter, als Profi mit Werder zweimal Meister und einmal Europapokalsieger, war trotz der fehlenden Tore bei einem klaren Chancenplus der Grün-Weißen nicht unzufrieden mit der Saisonpremiere und meinte mit Blick auf die Partie in Osnabrück: „Wichtig wird für uns sein, die guten Eindrücke mit in die Partie zu nehmen. Wir haben hinten gut gestanden. Aus dieser Ordnung wollen wir am Dienstag nun selbstbewusster in der Offensive agieren.“ Pläne, wie sie auch wohl von seinem Osnabrücker Kollegen Baumann geschmiedet werden.