VfL Osnabrück VfL-Jubel: Kapitän trifft – Joker sticht

31.07.2009, 21:54 Uhr

Endlich mal wieder ein magischer Abend in Osnabrücks bester Fußballstube: Mit 2:1 gewann Drittligist VfL das Pokalduell gegen Hansa Rostock und bezwang das Team aus der 2. Liga hochverdient. In der ungemein spannenden und umkämpften Partie sicherte der eingewechselte Dennis Schmidt (90.) den Lila-Weißen den Erfolg, der sich auch in klingender Münze auszahlt. Mindestens 200 000 Euro Garantiesumme bringt dem VfL der Einzug in die 2. Runde, die am kommenden Wochenende ausgelost wird.

„Wir haben uns in den letzten Spielen kontinuierlich verbessert und wollen heute einen weiteren Schritt gehen“, sagte VfL-Trainer Karsten Baumann vor der Partie und bewies damit seherische Fähigkeiten. Tatsächlich zeigten die Gastgeber eine Leistung, die überzeugte. Die taktisch gut eingestellte Mannschaft ließ das Team von der Ostsee kaum zur Entfaltung gekommen, nachdem der erste Aufreger aus der 2. Minute, als Thomas Reichenberger gegen den darauf verletzt ausgewechselten Orestes auf der Linie rettete, verkraftet war. Mit energischem Pressing setzte der VfL Hansa früh unter Druck und dominierte die Partie. In der Defensive ließ der Drittligist wenig zu, vorn hatte Alexander Schnetzler die beste Chance, als er nach einem langen Einwurf von Tobias Nickenig bei einem Seitfallzieher das Tor nur knapp verfehlte (14.). In der hart und leidenschaftlich geführten Partie hatten die Rostocker in den letzten zehn Minuten vor der Pause etwas mehr vom Spiel, doch zu zwingenden Chancen kamen sie nicht, weil der VfL einerseits gut gestaffelt war, andererseits in Zweikämpfen beherzt zur Sache ging. Der starke Björn Lindemann, diesmal wieder als hängende Spitze eingesetzt, hätte mit einem Direktschuss (38.) möglicherweise mehr Erfolg gehabt als mit seinem dennoch sehenswerten Pass auf Reichenberger, der sich aber zu überrascht von dieser Vorlage zeigte und knapp zu spät kam. Doch Routinier „Tommy“ hatte Witterung aufgenommen, der Kapitän war in der 57. Minute beim schönsten Angriff des Spiels zur Stelle, als er die Hereingabe von Benjamin Siegert artistisch über die Linie spitzelte. Zwar kamen die Rostocker anschließend etwas stärker auf und gelangten durch Schied auch zum Ausgleich (74.), doch die Moral des VfL war damit nicht gebrochen. Das neuformierte Team glaubte an seine Chance, und erhielt sie, als Joker Schmidt eiskalt zuschlug, indem er Lindemanns weiten Pass in das 2:1 ummünzte (90.). Die vierminütige Nachspielzeit überstand der VfL schadlos.