VfL Osnabrück VfL auf Großandrang nicht vorbereitet

08.10.2009, 20:21 Uhr

Auf diesen Ansturm war der VfL nicht vorbereitet. Der freie Verkauf der Karten für den Pokalhit gegen Borussia Dortmund am 27. Oktober (20.30 Uhr) nahm teilweise chaotische Formen an. Vor den Fanshops am Neumarkt und an der Osnatel-Arena bildeten sich von sechs Uhr morgens an den ganzen Tag über riesige Schlangen. Die VfL-Anhänger standen teilweise in Dreierreihen an.

"Der Andrang hat uns in dieser Form überrascht. Wir hatten damit gerechnet, dass es so zugeht wie vor dem HSV-Spiel. Da hatten wir nach dem Koppelgeschäft sogar noch Karten für den freien Verkauf übrig, sodass sich alles entsprechend entzerrt hatte. Wahrscheinlich war jetzt die Ferienzeit mit ausschlaggebend“, sagte gestern Geschäftsführer Ralf Heskamp, der sich für die Wartezeiten entschuldigte.

Der freie Verkauf, der in Kombination mit Karten für die Ligaspiele gegen Aue (24. Oktober) oder Jahn Regensburg (7. November) abgewickelt wurde, dauerte gestern bis in die Abendstunden an. Aktueller Stand nach Schließung der Geschäftsstelle: Es war noch ein geringes Kontingent an Restkarten vorhanden. Beim großen Fußballabend gegen den Hamburger SV waren 16100 begeisterte Zuschauer im Stadion.

Bei den Fans reichten die Reaktionen gestern von „Unverschämtheit“ bis „amateurhaft“. „Warum hat der VfL nicht mehr Kassen geöffnet?“, war die immer wiederkehrende Frage sowohl am Neumarkt als auch am Stadion. Fans gaben an, länger als vier Stunden gewartet zu haben, um an die begehrten Eintrittskarten zu kommen. Heskamp sagte zu, dass der VfL, wie in der Vergangenheit schon praktiziert, wieder die Stehplatzkarten an den Tageskassen verkaufen wird.

Kurios: Auch ein Schalker Fanklub meldete sich beim VfL und wollte 50 Karten bestellen, sogar in Verbindung mit dem Kombiticket. Der Grund: Wenn sie den VfL unterstützen könnten im Spiel gegen den Erzfeind Dortmund, wäre ihnen jedes Mittel recht. Heskamp sagte mit der Begründung ab, die Tickets lieber den eigenen Fans zur Verfügung zu stellen.