VfL Osnabrück Trainer-Umfrage: Der VfL wird hoch gehandelt

21.07.2009, 22:00 Uhr

Ob sie wollen oder nicht: Die Drittliga-Fußballer des VfL Osnabrück müssen sich mit der Favoritenrolle für den Zweitliga-Aufstieg arrangieren. Das jedenfalls geht aus Trainer-Umfragen hervor, die gestern zum einen vom Deutschen Fußball-Bund (dfb.de) und zum anderen vom Fachmagazin „11 FREUNDE“ veröffentlicht wurden.

„Es war damit zu rechnen, dass wir in diese Rolle gedrängt werden. Da werden zumeist die Absteiger aus der höheren Klasse genannt“, kommentierte VfL-Coach Karsten Baumann gelassen die Tatsache, dass seine Lila-Weißen und Mitabsteiger FC Ingolstadt 04 die meisten Nennungen auf sich vereinigten. „Natürlich ehrt es uns, dass wir so hoch gehandelt werden. Dennoch wissen wir, wie schwer die Saison werden wird, weil sich die neuformierte Mannschaft noch erst finden muss. Wir werden alles versuchen, die Wertschätzung der Kollegen durch Leistungen zu untermauern“, meinte Baumann.

In der Erhebung des DFB war der VfL zusammen mit den Ingolstädtern von jeweils 16 Trainern als Aufstiegsfavorit genannt worden. Baumann unterstrich den Anspruch, in der 3. Liga eine gute Rolle spielen und oben mitmischen zu wollen, bezeichnete jedoch die Spielvereinigung Unterhaching, Kickers Offenbach und Ingolstadt als Aufstiegsfavoriten.

Auch VfL-Präsident Dr. Dirk Rasch begegnet dem Umfrageergebnis mit einer gewissen Zurückhaltung. „Mit ist völlig klar, dass es im Aufstiegsrennen ganz eng zugehen wird, und ich sehe neun Mannschaften, die bis zum letzten Spieltag um die begehrten Plätze kämpfen werden. Unter diesen Teams sollte auch der VfL sein, aber von einer Favoritenrolle will ich nichts wissen. Die Wertschätzung der Konkurrenten darf man ja auch wohl als Kompliment für unsere sportliche Leitung hinsichtlich der Zusammenstellung der neuen Mannschaft sehen“, äußerte der Klubchef, der auch den ersten Saisongegner des VfL, Eintracht Braunschweig, Aufsteiger Holstein Kiel und den SV Sandhausen als Geheimtipp auf der Rechnung hat.

Im Votum von „11 FREUNDE“ enthielten sich zwar fünf Trainer, doch auch hier rangiert der VfL auf Platz eins mit 10 Stimmen vor Ingolstadt (9), dem mitabgestiegenen SV Wehen-Wiesbaden (8), dem letztjährigen Vierten Unterhaching (6) und Dynamo Dresden (4).

Für Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht ist neben dem VfL Osnabrück der SV Wehen der heißeste Aufstiegskandidat. „Aber auch Jena hat sich sehr gut verstärkt und kann ebenfalls vorne mitmischen. Unsere Zielsetzung ist ein einstelliger Tabellenplatz. Wir wollen Kontinuität reinbringen und die Mannschaft weiterentwickeln.“