VfL Osnabrück Nickenig: In Osnabrück immer Angstspiele

09.07.2009, 22:00 Uhr

„Osnabrück? Natürlich erinnere ich mich an die Duelle beim VfL. Das waren für uns immer Angstspiele“, meint Tobias Nickenig, der als 15. und zunächst letzter Zugang die Defensive des VfL verstärken soll.

Der 24 Jahre alte, 1,90 m große Abwehr-Allrounder spielte mit den Amateuren des 1. FC Köln und mit den Profis unter Christoph Daum in der osnatel-Arena. An den 1. November 2007 hat er schmerzhafte Erinnerungen. „Da habe ich mir eine Schambeinverletzung zugezogen. Anschließend musste ich neun Monate pausieren.“ Im Juli 2008 kehrte er zurück, kam für Köln zu einem Bundesligakurzeinsatz gegen Bochum, schaffte aber aufgrund der langen Verletzungspause den Anschluss nicht. Im Januar 2009 wechselte er nach Liechtenstein zum FC Vaduz, der aus der ersten Schweizer Liga abgestiegen ist. „Das war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte“, sagt Nickenig, der vor allem wegen des ehemaligen Kölner Publikumslieblings und Vaduz-Trainers Pierre Littbarski ins Fußball-Hinterland gegangen war.

Die Gespräche des VfL mit dem ehemaligen U-19-Nationalspieler begannen vor zwei Wochen. „Ich bin froh, dass ich wieder in Deutschland bin und beim VfL spielen kann.“ Seine ehrgeizigen Ziele: „Ich werde mich voll einbringen und möchte beim VfL Verantwortung übernehmen. Wir wollen oben mitspielen. Dazu gehört, dass wir schnell zu einem Team zusammenwachsen.“

Trainer Karsten Baumann, selbst ehemaliger Kölner, schätzt an Nickenig dessen Zweikampfstärke und Robustheit. „Er entspricht unserem Anforderungsprofil, ist spielstark und variabel einsetzbar.“ Nickenig erhält beim VfL einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

Baumann hat inzwischen einen fünfköpfigen Mannschaftsrat wählen lassen, aus dessen Mitte auch der neue Kapitän kommt. Namen wollte der VfL-Trainer noch nicht verraten.