VfL Osnabrück Engel Kandidat bei Sturm Graz?

08.07.2009, 06:27 Uhr

Es gibt interessante Themen: Das DFB-Pokalspiel gegen Hansa Rostock findet als Flutlichtspiel statt, heute (Anstoß: 19 Uhr) steht in Lengerich der erste ernsthafte Test bevor, ein Kandidat für die Innenverteidigung entschied sich für einen Ligarivalen. Doch beim VfL Osnabrück dreht sich im Monat viel um den abwanderungswilligen Konstantin Engel.

Und das nicht nur, weil gestern durchsickerte, dass der Interessent aus dem Ausland angeblich der österreichische Erstligist Sturm Graz sein soll. Von dem deutschen Zweitligisten, der nach Darstellung des Engel-Beraters seit einer Woche mit dem Defensivmann flirtet, ist nicht mehr die Rede.

Der Grazer Manager Oliver Kreuzer – Trainer ist Ex-Nationalspieler Franco Foda – war gestern Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ein Grazer Journalist wunderte sich über die Spekulation: „Die haben zwei Rechtsverteidiger im Kader und suchen einen Stürmer.“

Heute in Lengerich fehlt Engel: Beim Vormittagstraining am Dienstag erlitt er bei einem Zusammenprall mit Patrick Herrmann eine Verletzung am rechten Fuß; der Knochen ist nicht beschädigt, doch man befürchtet einen Kapselriss. Aufschluss soll heute eine Kernspintomografie geben.

„Die Jungs werden spritziger, sie können jetzt besser umsetzen, wass sie vorhaben“, sagt Trainer Karsten Baumann vor dem Spiel gegen den westfälischen Verein Borussia Emsdetten. Der Gegner, der wegen einer Platzrenovierung auf der eigenen Anlage ins schmucke Lengericher Stadion an der Münsterstraße ausweicht, ist seit Freitag im Training und hat ein halbes Dutzend Spieler nicht an Bord: Urlaub.

Nach der Absage des Wunschkandidaten Marko Kopilas (zuletzt SV Wehen Wiesbaden), der gestern Kickers Offenbach zusagte, ruhen heute noch mehr Blicke auf Probespieler Assani Lukimya-Mulongoti.

Baumann betonte gestern, dass es nicht bei der derzeitigen Kadergröße bleiben soll: „Unser Gerüst steht, aber wir haben nach dem ersten Spiel über einen Monat Zeit, um zu sehen, wo der Schuh drückt.“

Bis dahin wissen Baumann und Manager Lothar Gans auch, ob es eine Zusatzeinnahme von fast 300000 Euro gibt: So viel wert ist die zweite Runde im DFB-Pokal, die der VfL am 31. Juli erreichen kann: Das Erstrundenspiel gegen den Zweitligisten Hansa Rostock wurde auf den Freitagabend (Anstoß: 20.30 Uhr) gelegt und eröffnet mit fünf weiteren Partien das Pokal-Wochenende. „Prima, das ist doch Bremer-Brücke-Zeit“, kommentierte der neue Trainer den bei Fans und Spielern so beliebten Termin. Keine Frage, Baumann ist angekommen in Osnabrück.