VfL Osnabrück Bricht der neue VfL den Bann?

24.07.2009, 22:00 Uhr

53 Tage nach dem bitteren Knock-out in der 2. Fußball-Bundesliga stellt sich der VfL Osnabrück heute (14 Uhr) der neuen Herausforderung 3. Liga. Zum Auftakt haben es die neu formierten Lila-Weißen gleich mit einem vermeintlichen Schwergewicht zu tun, denn dem heutigen Gastgeber Eintracht Braunschweig wird von vielen Experten eine gute Rolle zugetraut.

Die Fans des VfL sind gespannt darauf, ob das Team von Trainer Karsten Baumann fähig ist, einen historischen Erfolg einzufahren. Damit ist nicht nur die neue Umgebung 3. Liga gemeint, sondern die Tatsache, dass der VfL seit dem 18. November 1960 nicht mehr an der Hamburger Straße gewonnen hat. Es liegt also in der Hand von Thomas Reichenberger & Co., ein mögliches „Gold-Jubiläum“ (50 Jahre ohne Sieg in Braunschweig) zu verhindern. Der in seinem Amt bestätigte Kapitän ist nicht ohne Hoffnung: „Unsere Mannschaft ist charakterstark und hat sich schnell gefunden. Die Gegner sollten wissen, dass man uns so schnell nicht abschreiben darf.“

In der Abgeschiedenheit des Sporthotels Wesendorf vor den Toren Gifhorns holte sich der VfL den letzten Schliff für das Derby, das live im NDR übertragen wird. Baumann attestiert seinem Team einen guten Fitness-Zustand und wünscht sich, dass es weitere Verbesserungen im Zusammenspiel gibt. Dass es gleich zur Saisonpremiere ein Massenspektakel ist (17 000 Zuschauer werden erwartet), stört den 39-Jährigen VfL-Coach nicht: „Das ist doch ein echtes Highlight. die Jungs spielen doch schließlich Fußball, um genau solche Begegnungen zu erleben. Außerdem wächst man unter Druck am besten zusammen.“

Im 18er-Kader wird auch Abdullah Keseroglu sein, der zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen hatte. „Es war nichts Gravierendes, nur eine Reizung“, sagte Baumann. Einsatzbereit ist auch Aleksandar Kotuljac, dessen Adduktorenbeschwerden abgeklungen sind.

Dem heutigen Gegner zollt er Respekt: „Die Braunschweiger haben ein kompaktes und laufstarkes Team. Und Eintracht hat sich mit Spielern wie Marco Calamita, der ja in der vergangenen Saison für Burghausen elf Treffer erzielte, und dem defensiven Mittelfeldmann Damir Vrancic sehr gut verstärkt. Unser Gegner wird eine bessere Rolle spielen als in der zurückliegenden Saison.“