VfL-Einzelkritik und Noten aus Duisburg Bastian Schulz Kämpfer und Antreiber des VfL Osnabrück

Von Harald Pistorius | 05.02.2017, 16:39 Uhr

Mit einer starken Gesamtleistung verdiente sich der VfL Osnabrück den 13. Auswärtspunkt. Den NOZ-Reportern fielen beim 2:2 im Duisburger Wedaustadion vor allem die Außenverteidiger Nazim Sangaré und Alexander Dercho sowie Mittelfeld-Antreiber Bastian Schulz auf. Hier die ausführliche Einzelkritik mit den Noten von unserem Reporterteam.

 # 21 Marius Gersbeck  

Trotz zweier Unsicherheiten in der zweiten Halbzeit wieder ein guter Auftritt. Vor allem Mut und Fangsicherheit bei Flanken und Ecken beeindruckten; außerdem sorgte er mit zwei Paraden gegen Brandstetter in der Schlussphase, dass der VfL im Spiel blieb. Note 2,5

 # 30 Nazim Sangaré 

Sein erster Vorstoß führte zum 1:0, sein zweiter zum 2:2: Der Rechtsverteidiger erledigte nicht nur die Kür in der Offensive, sondern auch die Pflicht in der Defensive. Außerdem zeigte er Tempo und Temperament. Hätte beim Einwurf vor dem 1:2 Zielspieler Onuegbu abschirmen müssen. Note 2

 # 4 Marcel Appiah 

Trübte seine souveräne Vorstellung nur durch seine Passivität vor dem 1:2, als er es dem bulligen Onuegbu zu leicht machte. Ansonsten: Hat den Abgang von David Pisot vergessen gemacht. Und das will und soll was heißen. Note 2,5

 # 24 Tobias Willers 

Hätte den Freistoß, der zum 1:1 führte vermeiden können. Das war der einzige Fehler; er verteidigt geschickt und schnörkellos wie in seinen besten Tagen. Note 2,5

 # 6 Alexander Dercho 

Ließ sich auch von starken Gegnern nicht in seinem Offensivdrang bremsen. Sein langer Ball auf Sangaré öffnete das Spiel zum 2:2, seine Flankenläufe bereiteten die Chancen vor der Pause vor. Note 2

 # 20 Marc Heider 

Mit seiner Einsatzbereitschaft verdiente er sich das späte Tor, insgesamt weiter in aufsteigender Form. Geht keinem Zweikampf aus dem Weg, will jeden Ball behaupten. Note 3

 # 8 Bastian Schulz 

Ließ den Worten Taten folgen: Bissig, laufstark und einsatzfreudig setzte er durchgehend die richtigen Akzente. Steigerte sich in der Schlussphase noch als Antreiber. Schade, dass sein perfekter Volley (36.) an der Latte landete. Note 2

 # 3 Anthony Syhre 

Verbessert im Vergleich zum Münster-Spiel. Wieder ball- und passsicherer, dazu natürlich wieder der robuste, nie verzagende Zweikämpfer, der jedem Ball nachsetzt und keinem Duell aus dem Weg geht. Note 3

 # 23 Michael Hohnstedt 

Behauptete seinen Platz in der Startelf und zeigte, warum: Ein mannschaftsdientlicher Kämpfer, auf den immer Verlass ist. Sein Volley (39.) war ein Tor wert, doch Flekken parierte. Wegen erneut aufbrechender Achillessehnenproblemen ausgewechselt. Note 3

 # 11 Kwasi Okyere Wriedt 

Unterstrich, dass er zur Zeit einen Lauf hat: Nach 92 Sekunden traf er aus 17 Metern zum 1:0, sein neunter Saisontreffer. Hatte schon früh mit Leistenbeschwerden zu kämpfen und wurde deshalb nach einer Stunde ausgewechselt. Note 3

 # 17 Kemal Rüzgar 

Der Zugang aus Düsseldorf agierte nicht so auffällig wie bei seinem Heimdebüt, vergab kurz vor der Pause eine gute Chance, weil er mit dem Abschluss zögerte. Note 3,5

 # 15 Jules Reimerink  

Eingewechselt in der 56. Minute für Hohnstedt. Blieb zwei Mal im Dribbling hängen, fand diesmal nicht in die Jokerrolle hinein. Note 4

 # 19 Steffen Tigges 

Eingewechselt in der 56. Minute für Wriedt: Allein die Tatsache, dass ein A-Jugendlicher in einem Topspiel der 3. Liga zum Einsatz kommt, spricht für ihn. Wirkte nach der frühen Gelben Karte gehemmt und fand nicht ins Spiel. Note 4

 # 7 Baskin Renneke  

Eingewechselt in der 79. Minute für Syhre: Hatte sich im Training empfohlen und wurde mit dem Einwechseleinsatz belohnt. Erfüllte seine Aufgabe konzentriert. Note 3,5

 Ohne Einsatz auf der Bank: 1 Lehmann (Tor), 5 Engel, 14 Arslan, 29 Krasniqi.

 Nicht im Aufgebot: Falkenberg, Menga, El-Bouazzati, Klaas, Leon Tigges.

 Es fehlten: Savran (Knorpelschaden, fällt bis zum Saisonende aus), Groß (im Aufbau nach Kreuzband-Anriss, Comeback Mitte oder Ende Februar), Kristo (Außenband-Einriss, muss mehrere Wochen pausieren)