Syhre wieder viel stärker 0:0 gegen Aue: Die VfL-Kicker in der Einzelkritik

Von Benjamin Kraus | 13.12.2015, 02:00 Uhr

Es war definitiv ein 0:0 der besseren Sorte: Das torlose Remis des VfL Osnabrück gegen den FC Erzgebirge Aue in der 3. Fuball-Liga. Hier kommen die VfL-Kicker in der Einzelkritik.

 Marvin Schwäbe: Schrecksekunde kurz nach der Pause, als er den Ball nach einer Flanke fallen ließ - aber Skalartidis kein Kapital daraus schlagen konnte. Ansonsten der gewohnt ruhige und sichere Rückhalt. Einmal mehr überragend: Seine Spieleröffnung mit den präzisen langen Bällen über große Distanzen, die perfekt ankommen. Note: 2,5

 Kim Falkenberg: Kurz vor der Pause mit einer ganz starken Aktion, als er im eigenen Strafraum gleich doppelt als Troubleshooter gefragt war und sich vehement in die Zweikämpfe warf. Kurz nach der Pause mit einem Drei-Sekunden-Schlaf, als er tief in der gegnerischen Hälfte erst recht leicht den Ball zum Einwurf herschenkte und dann verpasste, die Seite zuzustellen, sodass Aue recht leicht einen Angriff starten konnte. Ansonsten solide und sicher, machte seine Seite gut zu. Note: 3

 David Pisot: In der Luft jederzeit Herr der Lage, auch am Boden absolut sicher. Die Zeiten, wo er ein beliebtes „Pressing-Opfer“ der Gegner war oder man über seine Verbannung auf den rechten Flügel diskutieren musste, sind längst vorbei – der zweikampfstarke Mann ist nicht wegzudenken aus einer Innenverteidigung, die bis zum Köln-Spiel eine bemerkenswerte Serie ohne Gegentore hingelegt hatte und auch gegen Aue schadlos blieb. Note: 2

 Tobias Willers: Fahriger Beginn, als er auf dem linken Flügel erst zweimal den Ball herschenkte und dann auch noch recht einfach den folgenden Zweikampf verlor. Auch im zweiten Durchgang bei einer Aktion nicht glücklich, als er einem Auer Stürmer unbedrängt den Ball per Kopf direkt in den Lauf legte. Stabilisierte sich aber ansonsten. Erst in der Schlussphase richtig gefordert in einem dann komplett offenen Spiel. Note: 3,5

 Alexander Dercho: Stockfehler gegen Ende der ersten Halbzeit, als er Aue einen gefährlichen Angriff ermöglichte. Ganz starke Aktion in der zweiten Haöbzeit, als er sich aus einer gefährlichen Pressing-Situation mit einer einfachen Körpertäuschung befreite und so einen Osnabrücker Angriff einleiten konnte. Insgesamt eine solide Leistung des Linksverteidigers. Note 3

 Anthony Syhre: Eine ganz starke Partie des Youngsters im Zentrum – eine bessere Antwort auf die Kritik nach dem Köln-Spiel hätte er nicht geben können. Ganz großer Bewegungsradius, forderte viele Bälle und behauptete diese in den allermeisten Fällen sehr gut, weil er fast gar keine technischen Fehler machte. Note: 2

 Christian Groß: Zeichnete mit gewohnt großem Laufpensum, sowie Präsenz und Aggressivität in den Zweikämpfen im Verbund mit seinen Nebenleuten dafür verantwortlich, dass der VfL über weite Strecken der Partie ein klares Übergewicht auf dem Feld hatte. Vergab zu Beginn der zweiten Halbzeit eine große Chance, als er sich erst geschickt drehte, aber dann knapp links vorbeischoss. Note: 3

 Marcel Kandziora: Engagierte Partie auf dem ungewohnten rechten Flügel, wo er aber etwas weniger Akzente setzen konnte als Michael Hohnstedt auf der anderen Seite. Note: 3,5

 Michael Hohnstedt: Laufstark, präsent, immer da: Absolut auffälliger Auftritt in einem Spiel, in dem generell viel lief – und offensiv relativ viel über ihn und seine Seite. Note: 2

 Marcos Alvarez: Gewohnt stark am Ball, immer wieder mit gefährlichen Dribblings. Stark seine Aktion vor seiner Großchance, als er zwei Auer Verteidiger narrte - danach hatte er Pech beim Abschluss. Strahlte immer Gefahr für die Auer aus, wenn er am Ball war. Note: 2,5

 Halil Savran: Unauffälliger als Alvarez, manchmal ein wenig glücklos in seinen Aktionen, etwa als er in der ersten Halbzeit nach einer Hereingabe versuchte, den Ball durch die Füße eines Auer Verteidigers zu wursteln. Was aber nichts daran ändert, dass die Idee gut war - wie auch in der Szene gleich zu Beginn, als er auf Hohnstedt ablegte. Auch mit ihm kehrte Ballsicherheit in den VfL-Sturm zurück. Note: 3

 Addy Menga: Kam nach 67 Minuten für Kandziora, konnte aber im Gegensatz zum Köln-Spiel diesmal kaum Akzente in der Offensive setzen. Note: 4

 Steffen Tigges: Drittliga-Debüt für den Youngster aus dem jüngeren Jahrgang der A-Jugend, der in der 77. Minute mit 17 Jahren, 4 Monaten und 12 Tagen an der Bremer Brücke debütierte. Zunächst lief der Ball ein wenig an ihm vorbei, aber dann rückte er zweimal dick in den Blickpunkt: Zunächst, als er die Savran-Chance mit einem beherzten Antritt an einem Auer vorbei einleitete, dann, als er gegen Steve Breitkreuz ins Kopfballduell ging und beide Spieler Platzwunden davontrugen.

 Francky Sembolo: Kam in der 90. Minute für den angeschlagenen Tigges. wie dieser nicht mehr zu bewerten