Stimmen zum Pokal-K.o. VfL-Osnabrück-Trainer Enochs: „Eine sehr bittere Niederlage“

13.04.2016, 22:32 Uhr

Mit 3:5 hat Fußball-Drittligist VfL Osnabrück im NfV-Pokal-Halbfinale beim Oberligisten 1. FC Germania Egestorf-Langreder im Elfmeterschießen verloren. Den DFB-Pokal-Wettbewerb müssen die Lila-Weißen also über die 3. Liga erreichen. Hier die Stimmen zum Spiel.

Joe Enochs (Cheftrainer des VfL Osnabrück): Das Spiel fängt gut an . Wir sind mit 1:0 in Führung gegangen. Wir haben gegen eine abwartende Mannschaft gespielt, von der wir wussten, dass sie auf unsere Fehler warten. So ist das 1:1 entstanden. Wir haben versucht, den Druck in der zweiten Halbzeit zu erhöhen und nicht so lethargisch zu spielen. Das ist uns teilweise gelungen. Ich habe keine Ausreden, die haben das Spiel gewonnen. Das ist sehr bitter. Das lasse ich uns vorwerfen, dass wir keine klare Torchance herausgespielt haben. Die Mannschaft hat das Spiel ernst genommen, aber auf diesem Platz war es sehr schwer. Wir haben mit der Mannschaft acht Monate zusammengearbeitet und es hat immer kleine Rückschläge gegeben. Aber diese zwei Niederlagen sind hart. Mir tut es leid für den Verein, dass wir uns nicht für den DFB-Pokal qualifiziert haben. Dafür haben wir alles gegeben.“

Wie es dazu kam: Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen

Jürgen Wehlend (Geschäftsführer des VfL Osnabrück): „Wir hätten den Sieg mehr erzwingen müssen. Es war klar, dass der Gegner, der den SV Meppen überzeugend ausgeschaltet hatte, uns viel abverlangen wird. Trotzdem hätten wir es nicht aufs Elfmeterschießen ankommen lassen dürfen. Jetzt müssen wir damit leben und damit umgehen. Am besten so, dass wir den dritten Platz in der Liga verteidigen und in den DFB-Pokal und in die Relegation einziehen.“

Michael Hohnstedt (Linksaußen der Lila-Weißen): „Wir kamen perfekt ins Spiel. Was willst Du mehr als ein frühes 1:0? Doch dann haben wir nicht mehr so offensiv und auch lethargisch gespielt. Wir machen einen Fehler und werden mit dem 1:1-Ausgleich bestraft. Wir versuchen noch alles Mögliche, aber es war nun auch nicht so, dass wir Chancen für ein 3:1 oder 4:1 hatten.“

Christian Groß (VfL-Mitelfeld-Abräumer): „Wir wollten unbedingt den Pokal, jetzt müssen wir den DFB-Pokal-Einzug über die Liga regeln. Jetzt heißt es, zusammenzuhalten, nicht auseinanderzufallen und es ab Samstag wieder über die Liga zu regeln.“

David Pisot (VfL-Innenverteidiger): „Wir sind enttäuscht, haben aber keine Zeit, dies allzu lang zu sein. Ab Samstag haben wir die Möglichkeit, den dritten Platz in der Liga zu verteidigen. Das ist unser Ziel, dem wir alles unterordnen.“

Marcos Alvarez (VfL-Stürmer): „Wir starten gut und gehen wie geplant früh in Führung. Nach dem 1:1 ist uns zu wenig eingefallen. Dazu kam der katastrophale Rasen und ein Gegner, der sich hinten reingestellt hat. Trotzdem: Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Das hätte uns nicht passieren dürfen.“

Jan Zimmermann (Trainer Egestorf): „Ich freue mich, meine Jungs jetzt feiern zu sehen. Bei mir muss es sich jetzt erst setzen. Es hat alles gepasst heute. Man hat gesehen, dass wir mutig sein wollten und eine Überzeugung hatten, die in dieser für uns ungewohnten Atmosphäre und Brisanz nicht selbstverständlich ist.“

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