Spieler in der Einzelkritik VfL Osnabrück bei 1:3 überwiegend ausreichend

05.12.2015, 10:11 Uhr

0:3 lag der VfL Osnabrück in der 47. Minute bei Fortuna Köln zurück – zumindest wehrte sich die Mannschaft danach noch, aber am Freitagabend fehlten in Köln die Mittel, um nach neun ungeschlagenen Partien die fünfte Saisonniederlage abwenden zu können. Überwiegend ausreichend lautet deshalb das Urteil für einen ziemlich gebrauchten Abend der Lila-Weißen, der mit 1:3 endete.

 20 Marvin Schwäbe musste nach langer Zeit wieder hinter sich greifen, hatte ansonsten wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen und wirkte in seiner Spieleröffnung dieses Mal nicht so souverän. Insgesamt noch Note: 3,5.

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 27 Kim Falkenberg muss sich ankreiden lassen, dass über seine Seite das 0:2 eingeleitet wurde, bei dem Kristoffer Andersen allerdings gleich vier Spieler alt aussehen ließ. Versuchte insgesamt etwas mehr Druck auf dem Flügel zu machen, deshalb Note: 3,5.

 5 David Pisot hatte eigentlich keinen richtig schlechten Tag, aber wenn Kölns Julius Biada zentral im Strafraum zweimal zum Abschluss kommt und zweimal trifft, hat die Innenverteidigung irgendetwas falsch gemacht. Nur Note: 4.

 24 Tobias Willers erfährt die gleiche Bewertung wie Pisot: Einige Male strahlte der Kapitän Ruhe und Souveränität aus, aber die Abwehr war zentral zu anfällig, ebenfalls nur ausreichend, Note: 4.

 6 Alexander Dercho suchte in der ersten Halbzeit noch etwas mehr die Offensive und legte im zweiten Durchgang das 1:3 auf, ansonsten war nicht so viel von ihm zu sehen. Hinzu kommt, dass das 0:1 über seine Abwehrseite entstand, in Summe Note: 4.

 7 Massimo Ornatelli musste früh raus, fällt womöglich mit einem Muskelfaserriss noch länger aus. Zuvor hatte er es nicht geschafft, auf dem Flügel für Druck zu sorgen. Stattdessen haderte er auch mal damit, wenn der Schiedsrichter im Zweikampf keinen Freistoß für ihn pfiff, Note: 4.

 25 Christian Groß war noch die zentrale Figur im Mittelfeld, konnte sich aber offensiv wenig einbringen, weil Köln den Druck hoch hielt beziehungsweise gefährlich auf Konter lauerte. War so überwiegend mit Defensivaufgaben gebunden, als er mit nach vorne ging, hatte er kurz vor der Pause den Anschluss auf dem Kopf, traf aber nicht. Noch Note: 3,5.

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 3 Anthony Syhre hatte einen schweren Stand gegen robuste Kölner. Sein Schuss vor der Halbzeitpause wurde geblockt, kurz nach Wiederanpfiff ermöglichte sein Fehler das vorentscheidende 0:3. Ein gebrauchter Tag, musste früh raus. In der Schule würde man sagen: Einen Ausrutscher darf sich jeder erlauben, leider aber ein mangelhafter Auftritt, Note: 5.

 23 Michael Hohnstedt traf per Kopf zum 1:3, kam aber auch erst in der zweiten Halbzeit dazu, sich offensiv gefährlicher einzubringen, nachdem er auch wie die anderen Lila-Weißen 45 Minuten lang viel Respekt vor den forschen Fortunen hatte. Das Tor wertet die Leistung ein bisschen auf, daher Note: 3,5.

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 18 Marcel Kandziora hatte nicht die Robustheit aufzubieten, die beispielsweise Halil Savran mitbringt. So tat er sich auf der ungewohnten Angriffsposition schwer, hatte den Ausgleich auf dem Fuß, aber ihm fehlte das Torjäger-Gen. Bemühte sich, unter dem Strich noch ausreichend, Note: 4.

 11 Francky Sembolo bekam nach zwei Jokertoren seine Chance in der Startelf, konnte dabei aber keine weiteren Argumente für sich sammeln. Der Stürmer hing in der Luft, bekam kaum Flanken, aber dafür Gelb im Mittelfeld nach rustikalem Einsatz. Gab keinen Torschuss ab, insgesamt mangelhaft, Note: 5.

 13 Addy Menga brachte etwas mehr Schwung ins VfL-Spiel, als sich die Fortunen vermehrt aufs Verteidigen und Kontern beschränkten. Gab einen Distanzschuss ab, der die Aufholjagd hätte befeuern können, weiter ohne Tor, aber die Formkurve ist in Ordnung. Mit Luft nach oben, aber gerade noch befriedigend, Note: 3,5.

 28 Deniz Taskesen rückte in die offensivere Mittelfeldrolle auf der Sechserposition, war dabei ein umsichtiger Ballverteiler. Seinen dritten Einsatz als Einwechselspieler durfte das Talent als insgesamt gelungen verbuchen, auch wenn die knackigen Akzente fehlten, Note: 3,5.

 26 Stephan Thee kam in den letzten 20 Minuten, konnte dabei aber nicht mehr auf sich aufmerksam machen und der Mannschaft Impulse geben. Das, was er in der Zeit zeigen konnte, war ausreichend, Note: 4.