Sembolo ohne VfL-Zukunft VfL Osnabrück: Sprinttests und Neuigkeiten von Tüting und Merkens

Von Stefan Alberti | 14.06.2016, 23:44 Uhr

Die Auswertung der Körperwerte wird noch einige Tage dauern. Wenn nur die Zeiten der Sprinttests auf der Illoshöhe zählen, dann beweisen einige Fußballer des VfL Osnabrück schon eine bemerkenswerte Frühform.

Der Tagesbeste: „Du hast den Beruf verfehlt, du musst Sprinter werden“, rief VfL-Athletiktrainer Henrik Frach begeistert, als Pascal Richter einen seiner 30-Meter-Sprints absolviert hatte. In einer Zeit, die deutlich unter vier Sekunden lag. „Das dürfte in der gesamten 3. Liga ein Topwert sein“, meinte Cheftrainer Joe Enochs , der nicht nur die Zeiten von Richter fein säuberlich in einer Tabelle festhielt. „Alle Zeiten, die um vier Sekunden liegen, sind gut.“

Kandzioras Zukunft offen

Und welche Erkenntnisse sollen die jeweils gemessenen Zeiten über fünf, 15 und 30 Meter sonst noch liefern? „Wir bekommen wertvolle Aufschlüsse, wie wir trainieren können. Wir machen das nicht, um einen Spieler bloßzustellen“, klärte Enochs auf. „Wenn in einigen Wochen die dann gemessenen Zeiten schlechter sind, weiß ich, dass ich nicht gut trainiert habe.“

Die Langzeitverletzten: Simon Tüting und Tom-Christian Merkens sind wieder dabei, sie absolvierten auch die Sprinttests. Enochs: „Bei beiden wird entscheidend sein, wie sie trainieren können, wenn am 27. Juni das Mannschaftstraining startet.“ Gerade bei Merkens könnten sich viele Fragezeichen erst in der Vorbereitungsphase auflösen. „Tom hat zwei Jahre kein Fußball mehr gespielt. Warten wir mal ab.“

Die weiteren Personalien: Für Francky Sembolo dürfte die Zeit beim VfL abgelaufen sein. „Wir haben mit ihm sehr ausführlich gesprochen, als wir mit Addy Menga verlängert haben“, so der Trainer. In den weiteren Planungen spiele er keine Rolle mehr. Solange er keinen neuen Verein habe, dürfe er aber selbstverständlich weiter am Training teilnehmen.

Bei Marcel Kandziora ist dagegen offensichtlich noch etwas Geduld gefragt: „Auch mit ihm haben wir vor Wochen gesprochen. Tendenz: völlig offen.“

In puncto Neuzugänge halte der VfL derzeit noch Ausschau nach einer Offensivkraft und einem Defensiv-Allrounder.

Wer wird Nummer eins?

Die Torwartfrage: Frank Lehmann oder Marius Gersbeck – wer wird die neue Nummer eins? „Diese Frage ist überhaupt noch nicht relevant“, stellte Enochs deutlich fest. Vor der Gersbeck-Ausleihe aus Berlin habe es lange Gespräche mit Hertha-Manager Michael Preetz auch hinsichtlich der Einsatzchancen des Keepers gegeben. Ergebnis: „Marius bekommt ebenso wie Frank Lehmann die faire Chance zu spielen. Derzeit ist keiner gesetzt. Alles andere wird sich in den kommenden Wochen während der Vorbereitung ergeben.“