Sagen Sie mal, Herr Zoller… …Ihr Torjubel erinnerte uns da an etwas…

22.07.2012, 19:01 Uhr

Simon Zoller, VfL-Stürmer, Vorbereiter des ersten Tores, Schütze des 2:0:

…meine Mitspieler auch, am Sonntag haben sie mich beim Auslaufen schon aufgezogen und nur noch „Balotelli“ gerufen. Natürlich ärgere ich mich immer noch, dass ich infolge des Trikot-Ausziehens und des Fouls danach Gelb-Rot gesehen habe. Das war unnötig, zumal ich jetzt in Saarbrücken aussetzen muss. Aber dieses Tor war für mich eine Riesenbefreiung.

Warum?

In der Vorbereitung lief es nicht ganz so gut für mich, da hatte sich ein bisschen was angestaut. Dann habe ich zu Beginn des Spiels eine Chance vergeben und später ein Tor geköpft, das der Schiedsrichter nicht gegeben hat – wobei ich glaube, dass ich hinter Manno stand, als er flankte. Umso schöner war, dass wir uns für den Aufwand noch belohnt haben.

Sie haben in der Mitte die Duelle gegen die Innenverteidiger gesucht, sind aber auch immer wieder nach außen ausgebrochen…

Das offensive Wechselspiel kommt mir entgegen, weil ich mich nicht ganz als klassischen Strafraumstürmer sehe. Mit Manno und Piossek kann man das spielen, wir haben recht gut harmoniert. Wenn wir weiter mit dieser Leidenschaft auftreten, können wir viel erreichen.

Erinnern Sie sich an Ihr Profidebüt für Karlsruhe an der Bremer Brücke?

Klar, schon damals fand ich das enge Stadion und die Kulisse richtig stark. Ein Riesenvorteil für uns beim VfL, weil dies den Gast brutal beeindruckt, gerade bei jungen Spielern auf dem Platz.

Damals brachte Sie Trainer Markus Kauczinski, der wie Sie von den Amateuren aufrückte. Ihr größter Förderer bis dato?

Wir haben trotz meines Wechsels zum VfL ein gutes Verhältnis. Ich bin ihm dankbar, dass er mir die Chance bei den Profis gegeben hat. Schon in der Jugend hatte er mich aus Ulm geholt, nachdem ich eine Profi-Karriere schon abgeschrieben hatte…

Wieso das?

In meiner Zeit beim VfB Stuttgart bin ich eineinhalb Jahre mit einem Gesäßmuskelabriss ausgefallen. Probleme in der Wachstumsphase, eine schwere Zeit für mich. Das gute Jahr in Ulm hat mich wieder zurückgebracht.

Nun haben Sie beim VfL mit Adriano Grimaldi einen neuen Konkurrenten…

Klar ist er auch Stürmer, aber er wird uns helfen, unsere Ziele in einer langen Saison zu erreichen. Dafür brauchen wir jeden Mann – und er ist ein guter Junge.