Polizei wertet Videos aus Nach Spielabbruch: Feuerzeugwerfer noch nicht gefasst

11.08.2015, 00:24 Uhr

Der Feuerzeugwerfer, der am Montagabend für den Abbruch der DFB-Pokalpartie zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig gesorgt hat, ist noch nicht gefasst worden. Das sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, sagte Mareike Kocar, Pressesprecherin der Polizei Osnabrück, am Dienstag. Derzeit wertet die Polizei Videoaufnahmen aus – bislang jedoch ohne Erfolg. Fans, die in der Nähe des Täters gestanden haben, wurden bislang noch nicht befragt, so Kocar weiter.

Die Polizei hatte ihre Einsatzkräfte nach dem Spielabbruch noch einmal verstärkt. „Wir haben alle verfügbaren Kräfte aus dem Bereich Osnabrück zusammengezogen“, sagte ein Polizeisprecher am späten Montagabend. Die Ermittlungen gegen den Feuerzeugwerfer seien unterdessen in vollem Gange. Ein rotes Feuerzeug hatte den Schiedsrichter Martin Petersen offenbar am Kopf getroffen. Er wurde laut bild.de zunächst in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei setzt auf Zeugen, die den Werfer beobachtet haben und sich bei der Polizei melden. Der VfL-Präsident Hermann Queckenstedt sagte, nach Informationen des Vereins sei der Werfer auf Video zu sehen.

„Es hätte nach dem Abbruch durchaus eine brisante Situation entstehen können“, sagte der Polizeisprecher unserer Redaktion. Viele der VfL-Fans waren nach dem Spielabbruch enttäuscht. Bis zur 71. Minute hatte es so ausgesehen, als ob der VfL als Gewinner vom Platz gehen könnte. Die Mannschaft hatte bis dahin 1:0 geführt. Dann flog das Feuerzeug.

Die Beamten hätten die Situation aber unter Kontrolle gehabt. Zu größeren Krawallen sei es bisher nicht gekommen, es hätte lediglich die ein oder andere Rangelei gegeben, so der Sprecher.

Die Abreise der Leipziger Fans sei von Beamten begleitet worden. Beispielsweise an der Scharnhorststraße war für Anhänger des VfL vorübergehend kein Durchkommen, da zunächst die Leipziger Fans vorbei eskortiert wurden. Wie viele Beamte insgesamt im Einsatz waren, konnte der Sprecher am späten Montagabend noch nicht sagen.

Auch der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat unmittelbar nach dem Abbruch der Pokal-Begegnung zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig Ermittlungen aufgenommen.