NFV-Pokalfinale live im Internet und TV SV Meppen gegen VfL Osnabrück im Livestream und Fernsehen

Von Johannes Kapitza | 20.04.2015, 15:06 Uhr

Tausende Fußballfans werden am 13. Mai in die Meppener Hänsch-Arena strömen, um beim Niedersachsenpokalfinale zwischen dem SV Meppen gegen dem VfL Osnabrück vor Ort dabei zu sein. Die regionalen Fernsehsendern ev1.tv und os1.tv übertragen das Spiel live im Kabelfernsehen und im Internet. Die Übertragung beginnt am 13. Mai um 18 Uhr.

Im September 2012 hatten die Sender bereits das Traditionsduell zwischen dem SVM und dem VfL im Achtelfinale des NFV-Pokals übertragen, in dem sich die Lila-Weißen mit 3:2 durchsetzten. „Wenn wir als lokaler TV-Sender bei so einem Duell zwischen den beiden am höchsten spielenden Mannschaften in Osnabrück und dem Emsland nicht versuchen würden, dabei zu sein, dann würden wir unseren Job falsch machen“, sagte Werbeck, der die Geschäftsführung der beiden Schwestersender verantwortet. Nun habe auch der niedersächsische Fußballverband seine Zustimmung gegeben, dass der regionale TV-Sender die Partie übertragen darf. Sowohl im Kabelfernsehen als auch online wird die Partie in Osnabrück und im Emsland gezeigt. „Wenn, dann volles Programm“, sagte Werbeck. ev1.tv hatte bereits den 2:1-Halbfinalsieg der Meppener gegen den Lüneburger SK live übertragen. „Das hat gut funktioniert. Natürlich kam dann auch gleich die Frage, ob das Finale auch übertragen wird“, sagt Werbeck.

14000 sahen Livestream

Die Übertragung soll eine halbe Stunde vor dem Anpfiff beginnen, also um 18 Uhr. In der Halbzeitpause werden Höhepunkte zusammengefasst und im Anschluss sollen beteiligte Akteure in Interviews zu Wort kommen. Enden wird die Sendung gegen 21 Uhr. „Der NFV hat uns gebeten, auch die Siegerehrung und Pokalübergabe zu übertragen“, erklärt Alex Backers, Produktionsleiter beim produzierenden Sender ev1.tv. Kommentieren wird wie beim Lüneburg-Spiel Hardy Kloßek . „Hardy ist gesetzt“, betont Backers. Ob es wieder eine doppelte Kommentierung wie beim letzten Pokalspiel zwischen Meppen und Osnabrück im September 2012 geben wird, ist noch nicht endgültig geklärt.

Fünf Kameras, vier Zeitlupenmaschinen und 25 Mitarbeiter wird ev1.tv einsetzen. Auf Kritik stieß bei den Zuschauern beim Lüneburg-Spiel das Fernsehbild, auf dem die Führungskamera zuviel Totale zeigte. Heißt: Auf dem Bildschirm war viel Rasen und zum Teil sehr kleine Spieler zu sehen. Schon in der Halbzeit hatte ev1.tv darauf reagiert und Einstellungen verändert. „Das richten wir jetzt natürlich von vornherein anders ein. Die Kamera wird nicht so weitwinklig, sondern wesentlich näher dran sein“, zieht Backers Konsequenzen.

Dass der Vorlauf zum Spiel und die Halbzeitinterviews zeitgleich auf der LED-Wand im Stadion gezeigt werden, ist nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich. Dafür fehlen derzeit die technischen Voraussetzungen, die laut Experten rund 5000 Euro kosten.

Laut Backers verfolgten 14000 Personen das Lüneburg-Spiel bei ev1.tv im Livestream. Nach seiner Aussage müssten demnach im TV umgerechnet zwischen 50000 und 100000 Zuschauer dabei gewesen sein. Gegen Osnabrück erwartet Backers eine deutlich sechsstellige Zahl.

Der Norddeutsche Rundfunk hat gut drei Wochen vor dem Anpfiff noch kein Interesse an einer Übertragung des Pokalspiels zwischen den beiden Traditionsvereinen gezeigt. „Wenn die sagen würden, wir wollen es live zeigen, würden wir freiwillig verzichten“, spielt Backers auf die größeren Möglichkeiten des Senders und die größere Reichweite an.

Sportlich geht es „nur“ noch um den Pokalsieg und ein damit verbundenes finanzielles Zubrot. Wichtiger ist die Qualifikation für die erste Runde im DFB-Pokalwettbewerb der kommenden Saison, den sowohl der VfL Osnabrück (4:2-Sieg im Elfmeterschießen in Oldenburg) als auch der SV Meppen (2:1-Sieg gegen Lüneburg) durch den Einzug ins niedersächsische Pokalendspiel bereits erreicht haben.