Nach dem 0:1 gegen Bremen VfL-Innenverteidiger Willers: Das Ding muss ich mir ankreiden

25.02.2017, 09:00 Uhr

Er wollte gar nichts schönreden: VfL-Innenverteidiger Tobias Willers kreidete sich das 0:1 gegen die U23 von Werder Bremen an.

 Herr Willers, was ist vor dem Gegentor nur passiert? 

Das Ding muss ich mir heute ankreiden. Das war ein Riesenbock. Leider kann ich es nicht ändern. Das tut mir riesig leid für alle Zuschauer, die heute da waren. Ich darf den Fehler einfach nicht machen. Dann liegen wir nicht 0:1 hinten und dann läuft das Spiel wieder besser für uns. Das geht auf meine Kappe.

 Was geht einem danach durch den Kopf? 

Nichts. Es gibt keinen Menschen, der sich mehr drüber ärgert als ich. Ich bin unendlich enttäuscht.

 Wie es die Situation aus Ihrer Sicht entstanden? 

Ich war etwas überrascht, nehme den Ball an, er verspringt mir etwas und da kommt er schon. Da war es eigentlich schon zu spät.

 Die Mannschaft hat danach dennoch nicht aufgesteckt. 

Nein. Dafür ein Riesenlob. Sie wollte meinen Fehler wieder gut machen. Das hat man nach dem Gegentor gesehen und das rechne ich allen hoch an. Wir wollten unbedingt den Ausgleich machen und noch den Sieg holen. Wir haben bis zum Sechszehner gut gespielt, hatten ein, zwei Fernschüsse und mit ein bisschen Glück hätten wir auch ein- oder zweimal Elfmeter einen kriegen können. Sowohl bei der Chance von Micha (Hohnstedt), als auch kurz vor Schluss als der Ball von Otschi (Wriedt) an die Latte springt.

 Aus den letzten drei Spielen lautet die Bilanz drei Niederlagen und 1:6 Tore was wiegt schlimmer: Dass offensiv nichts rein geht oder hinten immer wieder ein Tor fällt? 

Im Moment geraden wir immer in Rückstand. Wir stehen zurzeit nicht so gut. Glaube, wenn das Spiel länger 0:0 steht, geht es anders aus.

 Wie kann man sich als Mannschaft nun wieder aufbauen? 

Wir haben heute gesehen, dass wir nicht verloren haben, weil wir schlecht waren, sondern durch einen individuellen Fehler. Klar hatten wir nicht die vielen 100-prozentigen Chancen, aber wir haben gekämpft und das ist das, was die Zuschauer auch sehen wollen.

 In der 3. Liga ist alles sehr eng – schaut man nach der dritten Niederlage mit bangerem Blick auf die anderen Teams in der Tabelle? 

Definitiv ist alles sehr eng und wir wissen, dass es ganz schnell nach unten gehen kann. Aber wir haben vorher auch nicht auf die Tabelle geschaut und das machen wir auch weiter nicht.

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