Mittwoch Fantalk ab 19 Uhr VfL Osnabrück: Halil Savran zurück im Teamtraining

Von Benjamin Kraus | 25.07.2017, 22:00 Uhr

Osnabrück Dauerregen prägte den Dienstag beim VfL Osnabrück: Das Niedersachsenpokalspiel beim BSV Rehden fiel wie der letzte Teil der Ersatz-Trainingseinheit am Nachmittag krassen Niederschlägen zum Opfer. Am heutigen Mittwoch wird zuerst geredet – bevor am Freitag gegen Wehen Wiesbaden wieder Taten gefragt sind.

Am Dienstagmorgen hatte der BSV Rehden die Absage der Achtelfinal-Partie bekannt gegeben. „Die Gemeinde hat alle Plätze gesperrt“, erklärte Rehdens Medienbeauftragter Horst Vogler – einen Schritt, den er nachvollziehen könne nach massiven Regenfällen in den letzten Tagen und der Tatsache, dass sich schon beim Abschlusstraining der Regionalliga-Elf um den Ex-VfLer Addy-Waku Menga am Montagabend Pfützen auf dem Hauptplatz gebildet hatten.

Der Nachholtermin steht noch nicht definitiv. Eigentlich kommt aber nur der 9. August infrage: für den VfL der Mittwochabend vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV (Sonntag, 13. August). Vorher hat der VfL keine Zeit wegen der anstehenden englischen Woche in der 3. Liga. Und eine spätere Ansetzung der Partie ist unwahrscheinlich, weil der Niedersächsische Fußballverband bis zum 9. August ursprünglich sogar alle Viertelfinals durchziehen wollte.

Der Grund: Abseits der Sommermonate soll möglichst kein Landespokalspiel ausgetragen werden, da für diese nur Abendtermine unter der Woche bleiben. Nicht alle teilnehmenden Klubs haben am Hauptplatz aber ausreichend Flutlicht und können gleichzeitig die sicherheitstechnischen Voraussetzungen für alle Beteiligten in der Dunkelheit erfüllen. Im Viertelfinale muss der VfL oder Rehden beim Sieger des Oberliga-Duells Eintracht Northeim gegen SVG Göttingen (Samstag) antreten ( hier der Niedersachsenpokal in der Übersicht).

Die Osnabrücker richteten nun zunächst den Fokus auf die Heimpremiere am Freitag (19 Uhr) in der 3. Liga. An die Bremer Brücke komme mit Wehen Wiesbaden „eine robuste, spielstarke Spitzenmannschaft“, sagt VfL-Trainer Joe Enochs, der die Hessen am Samstag beim 1:0-Sieg gegen Aufsteiger CZ Jena beobachtet hat. „Sie waren vor allem in der zweiten Hälfte klar besser“, sagt Enochs über jenes Team, das in der letzten Saison nur einen Punkt weniger geholt hat als der VfL und gezielt verstärkt worden ist – etwa mit Flügelspieler Stephan Andrist (Rostock) und Verteidiger Sören Reddemann (RB Leipzig II), an dem auch der VfL Interesse hatte.

Am Dienstag auf der Illoshöhe konnte Halil Savran erstmals voll mit der Mannschaft trainieren: Tags zuvor hatte der Sturmführer vom Arzt nach der Untersuchung seines Knies dafür die Freigabe erhalten. „Wir warten, wie er auf die Belastung reagiert, werden ihn in den englischen Wochen behutsam aufbauen. Aber wir wissen, wie wichtig er für uns als Torschütze und Arbeiter gegen den Ball ist“, ließ Enochs durchblicken, dass der 32-Jährige bald ein Kandidat für einen Kaderplatz ist.

Fraglich ist dies bezüglich Freitag bei Konstantin Engel und Alexander Dercho: Beide konnten am Dienstag erneut nicht trainieren – man müsse von Tag zu Tag sehen, sagte Enochs. Fehlen wird auf jeden Fall Kim Falkenberg, der am Donnerstag eine weitere Untersuchung absolviert.

Zuvor sucht der VfL erneut den Austausch mit seinen Anhängern: Im sportlich enttäuschenden Finale der letzten Saison war das Gesprächsforum „Fantalk“ erstmals einberufen worden, um der schlechten Stimmung rund um den Verein entgegenzuwirken. Nun folgt die zweite Auflage mit Beteiligung von Enochs, Savran Geschäftsführer Jürgen Wehlend und Lothar Gans, Leiter Profifußball. Den Roten Faden wird Moderator René Kemna (Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des VfL) in der Hand halten. „Wir versuchen, mit Themenschwerpunkten die Debatte zu strukturieren: Etwa Saisonstart, Lizenzierung, der Transfermarkt und die aktuelle Mannschaft. Aber wir wollen den Fans so viel Raum wie möglich geben, zu diskutieren und Fragen zu stellen“, sagt Kemna. Los geht es ab 19 Uhr im Club Lila-Weiß im Stadion, Einlass ist ab 18.30 Uhr über die Geschäftsstelle (Südtribüne). Die Debatte soll im Internetstream im Youtube-Kanal des VfL und bei Facebook übertragen werden – über das soziale Netzwerk können auch Fragen an die Verantwortlichen gestellt werden. Mehr Infos zum Fantalk gibt es hier.

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