Klare Aussagen in den AGB VfL Osnabrück: Kein Rückgaberecht für Pokal-Tickets

19.08.2015, 13:25 Uhr

Das abgebrochene DFB-Pokalspiel von Fußball-Drittligist VfL Osnabrück gegen RB Leipzig beschäftigt den Verein und seine Fans weiterhin auf vielen Ebenen. So gab es vereinzelte Anfragen, ob die Zuschauer das Eintrittsgeld für die Partie zurückbekommen könnten. Das ist nicht der Fall.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der LMS Sport GmbH als exklusiver Ticketpartner des VfL Osnabrück befassen sich in zwei Unterpunkten mit dem Thema. Unter Punkt 2.4. steht dort: „2.4. Rechte aus der Eintrittskarte: Die Eintrittskarte verfällt grundsätzlich mit Besuch des Stadions oder aber spätestens nach Durchführung der auf der Karte aufgedruckten Veranstaltung. Ein Recht auf Wandlung oder Rückgängigmachung des Kaufvertrages bei Nichtwahrnehmung des Rechts auf Eintritt besteht für den Besteller grundsätzlich nicht.“ Punkt 2.14. beschäftigt sich dann konkret mit Spielausfällen und -abbrüchen und sieht eine klare Regelung vor. „Bei Spielverlegung oder Spielausfall (zum Beispiel aufgrund wetterbedingter Verschiebung des Spiels) besteht kein Anrecht auf Ersatz. Die Eintrittskarte berechtigt zum Besuch des angegebenen Spiels, es besteht jedoch grundsätzlich kein Anrecht auf ausgeschriebene Termine, für den Fall, dass diese verschoben werden. Im Falle einer Spielverlegung auf einen anderen Termin behält die Karte ihre Gültigkeit. Ein Rückgaberecht besteht grundsätzlich nicht. Auch im Falle eines Spielabbruchs besteht kein Rückgaberecht.“

Das DFB-Pokalspiel am 10. August war beim Stand von 1:0 für den VfL nach einem Feuerzwugwurf, der Schiedsrichter Martin Petersen am Kopf getroffen hatte, abgebrochen worden. Die Partie wurde vom DFB-Sportgericht mit 2:0 für Leipzig gewertet.