„Ich bin extrem enttäuscht“ Warum VfL-Neuzugang Ouahim dem Marokkaner Bouhaddouz eine SMS schreibt

Von Stefan Alberti | 15.06.2018, 22:14 Uhr

Zur Fußball-WM präsentieren wir Personen mit regionalem Bezug, die von ihren Eindrücken und Erwartungen berichten. Heute: Anas Ouahim. Der Deutsch-Marokkaner spielt in der neuen Saison für den VfL Osnabrück (kommt vom 1. FC Köln).

 Herr Ouahim, gerade hat Marokko durch ein Eigentor gegen den Iran mit 0:1 verloren. Wie sieht Ihre Gefühlswelt aus? 

Ich bin gerade extrem enttäuscht. Wir machen ein viel besseres Spiel in der ersten Halbzeit, aber nutzen die Chancen nicht. Und dann in der Nachspielzeit noch das Eigentor durch einen sehr guten Freund von mir.

 Aziz Bouhaddouz. 

Genau. Ich kenne ihn persönlich und fühle gerade sehr stark mit ihm. Ich werde ihm gleich eine SMS schreiben. Und ehrlich gesagt, ich muss jetzt auch erst einmal schauen, wie ich den Abend überstehe. Marokko war so lange nicht mehr bei einer WM dabei. Das war das Spiel der Spiele.

 Was ist jetzt bei der WM noch möglich? 

Gegen Portugal und Spanien wird es natürlich schwierig. Aber im Fußball gibt es auch immer wieder Wunder.

 Gibt es für Sie im marokkanischen Team ein Idol? 

Ja. Die Nummer zehn, Hakim Ziyech von Ajax Amsterdam. Ein filigraner Techniker und Spielmacher, er will immer den Ball haben und schießt gerne mal aus der Distanz.

 Schauen Sie die Marokko-Spiele alleine oder lieber in Gesellschaft? 

Ich bin der Typ, der mit Leuten guckt, die er sich aussucht.