„Ich bin ein absoluter Teamplayer“ Kind kann mit VfL-U-17 noch den Bundesliga-Aufstieg schaffen

Von Christoph Schillingmann | 12.06.2018, 21:52 Uhr

Eine Chance hat die U-17-Mannschaft des VfL Osnabrück noch, um den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Die Lila-Weißen treffen am 17. und 24. Juni auf Tennis Borussia Berlin. VfL-Trainer Oliver Kind bereitet sein Team momentan auf die beiden Entscheidungsspiele vor.

In den letzten beiden Regionalliga-Spielen hatte die Kind-Elf zwei Chancen liegen lassen, in die Bundesliga aufzusteigen. Die VfL-Talente kassierten in beiden Partien einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. „Das war schon brutal“, sagt Kind. „Vor allem, wenn so etwas zweimal passiert.“

Die U17 hat Kind im Januar dieses Jahres übernommen. Vorher hatte der 38-jährige A-Lizenz-Inhaber die U16 des VfL Osnabrück ein halbes Jahr gecoacht. „Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt. Die Mannschaft hat gut funktioniert.“ Als Daniel Thioune Cheftrainer der Drittligamannschaft wurde, rückte Marko Tredup als U-17-Trainer auf Posten des U-19-Coaches. Daraufhin wurde Kind gefragt, ob er die B-Junioren trainieren möchte. Mit der Entscheidung hat er sich etwas Zeit gelassen. „Aber ich habe dann im Sinne des Vereins gehandelt“, sagt er. „Zwar ist das eine Belastung für die Trainer und das Team. Aber für die Jungs ist es am Ende wichtig, dass sie kicken und geführt werden.“

In seiner Tätigkeit als Trainer trennt Kind die sportliche und menschliche Seite strikt voneinander. „Ich treffe Entscheidungen auf sportlicher Seite, auch wenn sie unangenehm sind“, sagt Kind. Aber er erkläre diese dann seinen Spielern, die sich bei Fragen immer an ihn wenden können. „Die Tür ist immer offen.“ Zudem ist ihm ein respektvoller Umgang unter- und miteinander sowie Zusammenhalt extrem wichtig. „Ich bin ein absoluter Teamplayer“, sagt der Jugendtrainer über sich selbst.

Seine eigene Fußballerlaufbahn begann in der F-Jugend des SV Wissingen. Dort spielt Kind bis zur C-Jugend, ehe er bei den Lila-Weißen an einem Probetraining unter Coach Ratko Stojnic teilnahm. „Ich hatte den unbedingten Willen, das zu packen.“ Und das hat er geschafft. Er durchlief die VfL-Jugendmannschaften bis zur A-Jugend und wuchs nebenbei zu einer festen Größe in der Auswahl des Niedersächsischen Fußballverbandes.

Obwohl Kind als A-Jugendlicher ein paar Testspieleinsätze bei den Profis hatte und bei den Amateuren hier und da aushielf, wechselte Kind den Verein und schloss sich den Sportfreunden Lotte an. Dort spielte er sechs Jahre und schaffte mit den Sportfreunden 2003 den Aufstieg in die Oberliga. „Im letzten Jahr hatte ich dann mit Knieverletzungen zu tun“, sagt Kind. Deshalb wechseltet er 2004 zur Spielvereinigung Gaste-Hasbergen, wo er weitere sechs Spielzeiten blieb. Nach einem Jahr beim SC Lüstringen beendete der damals 30-jährige Verteidiger im Sommer 2010 seine aktive Spielerkarriere, nachdem er einen Bandscheibenvorfall hatte.

Nach einer Pause ist Kind als Jugendtrainer in Gaste-Hasbergen und später beim Osnabrücker SC eingestiegen. Dort trainierte der 38-Jährige zuletzt die C-Jugend in der Landesliga, ehe er im Sommer 2017 zum VfL wechselte, wo er einst selbst viele Jahre in der Jugend spielte.