Holt VfL Freiberger und Fernandes? Walpurgis gelassen zur Gerichtsverhandlung

Von Alfons Batke | 25.06.2013, 17:50 Uhr

Der VfL Osnabrück steht nach Informationen unserer Zeitung vor zwei weiteren Verpflichtungen für seinen Drittliga-Kader. Demnach liegen Stürmer Kevin Freiberger (24, SF Lotte) und Torwart Daniel Heuer Fernandes (20, VfL Bochum II) unterschriftsreife Verträge vor.

Freiberger war in der vergangenen Saison vom Drittligisten Wacker Burghausen zu den seinerzeit von Maik Walpurgis trainierten Sportfreunden gewechselt. Auf den neuen VfL-Coach hat er offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. Freiberger ist auf der linken offensiven Außenbahn unterwegs, kann aber auch hinter den Spitzen spielen.

Im Training befinden sich mit Manuel Riemann, Nils Zumbeel und Björn Bussmann bereits drei Torleute – da verwundert es ein wenig, dass in Fernandes ein weiterer hinzukommen soll. Der junge Keeper bestritt am 21. März sein erstes Länderspiel für die U-21-Auswahl von Portugal.

Als feste Neuzugänge hat der VfL bisher Außenspieler Michael Hohnstedt, Stürmer Roman Prokoph und Mittelfeldmann Tom Merkens präsentiert. Rechtsverteidiger Paul Thomik soll laut Walpurgis noch in dieser Woche einen neuen Vertrag unterschreiben. Der in der letzten Saison für Drittliga-Absteiger Alemannia Aachen tätige defensive Mittelfeldspieler Timo Brauer wird am kommenden Freitag zum Vorspielen erwartet.

An diesem Mittwoch werden Walpurgis, Co-Trainer Ovid Hajou und Torwart-Coach Rolf Meyer den ersten Vorbereitungsblock beenden, die Mannschaft hat dann anderthalb Tage frei. Anders verhält es sich bei Walpurgis, der aller Voraussicht nach am Donnerstag an einer Verhandlung des Arbeitsgerichts Rheine teilnehmen wird. Daran hatten sich die Sportfreunde Lotte gewandt, um in einem einstweiligen Verfügungsverfahren klären zu lassen, ob die Kündigung von Walpurgis nicht doch eine Pflichtverletzung darstellt. Walpurgis gab sich gelassen zum Ausgang des Verfahrens, „denn mir wurde ja eine Ausstiegsklausel zugesichert“. Mit einer gewissen Spannung wird nun erwartet, ob das Arbeitsgericht dem Trainer die Arbeit für den VfL verbietet. Wahrscheinlich ist eine solche Entscheidung aber nicht. Keine Fortschritte gibt es in einer anderen arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung: Die außergerichtliche Einigung zwischen dem VfL und seinen Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz steht laut Präsident Christian Kröger weiter aus.