Hält VfL-Serie? – Fuchs: Kickers Aufstiegskandidat Das Duell der Aufwindsegler

Von Alfons Batke | 16.09.2011, 16:32 Uhr

Begegnungen zwischen dem VfL Osnabrück und Kickers Offenbach haben stets Klassiker-Charakter, so auch im aktuellen Fall, wenn sich beide Teams am heutigen Samstag ab 14 Uhr in der Osnatel-Arena duellieren. Es sind zwei Mannschaften, die sich nach eher mäßigem Saisonstart auf dem Vormarsch befinden, wobei es die Hessen sogar schon auf den zur Relegation berechtigenden dritten Platz geschafft haben. Der VfL will den Aufwind der letzten Wochen nutzen und möglichst mit dem Optimum aus der englischen Woche gehen – das wären satte neun Punkte.

Wie hat der VfL die Strapazen der zurückliegenden Tage verkraftet? Gut, wenn es nach den Eindrücken von Trainer Uwe Fuchs geht. Bis einschließlich Donnerstag stand aktive Regeneration auf dem Programm, am Freitag absolvierte der in Lauerstellung befindliche Tabellenachte das Abschlusstraining im Stadion. „Wir wollen die zuletzt erlangte Stabilität bestätigen. Wir wollen aber auch fußballerische Akzente setzen. Gelingt uns beides, wird sich das im Ergebnis niederschlagen“, machte der Coach eine einfache Rechnung auf.

Welche personellen Voraussetzungen findet der Trainer vor? Am Krankenstand hat sich nichts geändert. Bei Jan Mauersberger, der mit Bandscheibenproblemen zu kämpfen hat, geht es nur minimal voran, „derzeit ist er weit davon entfernt, ins Mannschaftstraining einsteigen zu können“, wie Fuchs anmerkte. Der Trainer weiß, dass es derzeit in der Innenverteidigung nicht die großen Probleme gibt. Youngster Timo Beermann macht sich mehr und mehr unentbehrlich, zuletzt harmonierte er gut mit dem von Spiel zu Spiel stärker werdenden Routinier Martin Hudec. Der zu Saisonbeginn stark spielende Rechtsverteidiger Florian Riedel wird sich wohl noch bis Mitte Oktober gedulden müssen, ehe er nach Schulter-OP und Reha wieder mit dem Team trainieren kann.

„Never change a winning team“ – wird sich Fuchs daran halten? Vermutlich ja, denn es war letztlich überzeugend, wie die Vorgaben des Trainers in Heidenheim umgesetzt wurden. Das erwähnte Innenverteidiger-Gespann Hudec/Beermann, Nils Fischer erneut im defensiven Mittelfeld an der Seite von Kapitän Claus Costa und Niels Hansen hinter der einzigen Spitze Gerrit Wegkamp – als „Toreflüsterer“ gewissermaßen: Gut möglich, dass dieses Paket erneut geschnürt wird.

Wie werden die Gäste eingeschätzt? Fuchs hat eine hohe Meinung von den Kickers, sie zählen für ihn eindeutig zu den Aufstiegsfavoriten. „Mit Wulnikowski haben sie den überragenden Drittliga-Torwart der letzten Jahre. Insgesamt ist es eine gute Mischung aus routinierten Spielern und aufstrebenden Talenten“, hat Fuchs erkannt. Nach nur drei Punkten aus den ersten vier Spielen kamen schon die ersten Zweifel am neuen Coach Arie van Lent auf. Doch die Rot-Weißen haben sich stabilisiert, wie auch Innenverteidiger Markus Husterer festgestellt hat. „Wir arbeiten insgesamt als Mannschaft besser. Die Viererkette funktioniert, wir lassen weniger Chancen zu“, beschrieb der Abwehrchef das Erfolgsrezept der letzten Wochen.“

War noch was? Gern erinnert man sich beim VfL an den 18. Mai 2008. An diesem Tag gewann Lila-Weiß 3:0 gegen Offenbach und hielt endlich einmal die 2. Liga.

Und wie geht es aus? Die Serie hält, 2:1 für den VfL.