Groß ganz gut, Menga Mittelmaß VfL Osnabrück verliert 1:2 in Chemniz: Die Einzelkritik

Von Benjamin Kraus | 08.05.2016, 01:59 Uhr

Der VfL Osnabrück verliert 1:2 beim Chemnitzer FC - die Einzelkritik der Spieler.

 Marvin Schwäbe: Sehr solide Leistung des Torhüters, dem am ersten Gegentor trotz des Winkens von Linksverteidiger Alexander Dercho genauso wenig Schuld hat wie am zweiten, wo ihn CFC-Stürmer Daniel Frahn stark ausspielte. Hielt stattdessen den VfL mit mehreren starken Paraden bei Großchancen stets im Spiel, dazu sicher am Ball in der Spieleröffnung. Note: 3 

 Kim Falkenberg: Unauffällige Partie des Rechtsverteidigers, der keine großen Akzente nach vorne setzte, aber seine Seite schon einigermaßen zumachte, bevor er nach knapp einer Stunde ausgewechselt wurde. Note: 3,5 

 Tobias Willers: Endlich mal ein Kopfballtor des Innenverteidigers - im zweiten Versuch nach dem Doppelpass mit dem Pfosten sorgte er für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Ansonsten eine solide Partie von Willers, meistens passsicher, meistens mit der richtigen Idee im Spielaufbau. Was bei ihm so ein bisschen fehlt, ist die Ausstrahlung eines Siegertypen, die ein Führungsspieler auf dem Platz haben sollte. Note 3 

 1:2 in Chemnitz: Die Stimmen der Spieler

 David Pisot: Sowohl als Innenverteidiger, als auch als rechter Mann in der Dreierkette nach der Umstellung sehr solide. Gute Rettungsaktionen unter Druck. Vorne bei seinen Auftritten, als ihn die Bälle bei Standards erreichten, ohne Fortune. Note: 3 

 Alexander Dercho: Auf seine Kappe geht das erste Gegentor: Blieb nach dem langen Pass von Steinmann einfach stehen, weil er dachte, Torhüter Marvin Schwäbe kommt dran - aber der blieb im Kasten. Verpasste es dann, den Flankengeber Türpitz unter Druck zu setzen, sodass dieser den Ball unbedrängt vor das Tor legen konnte - letztlich erfolgreich. Sonst mit zumindest einigen guten Aktionen auch nach vorn - aber dieser Aussetzer trübte stark seine Leistung. Note: 4 

 Massimo Ornatelli: Mehrere verweigerte Zweikämpfe in der Defensive -  am krassesten, als er seinen Gegenspieler im eigenen Strafraum einfach passieren ließ, weil er schlicht stehen blieb und Schwäbe in höchster Not retten musste. Eine Aktion, die definitiv kein Drittliga-Niveau hatte. Schwach auch bei vielen harmlos getretenen Standards - wobei zumindest seine Ecke letztlich das 1:1 brachte. Dazu brauchte er aber zu Beginn der Partie bei zwei Großchancen viel zu lange für den Abschluss, der dann ohne Idee in gegenerischen Abwehrbeinen landete. Note: 4,5 

 Der Liveticker zum Nachlesen

 Anthony Syhre: Nicht immer glückliches Spiel des Youngsters, der aber seine gewohnte Präsenz sowohl läuferisch, als auch in den Zweikämpfen auf den Platz brachte, bevor er für Marcel Kandziora „geopfert“ wurde. Note: 4 

 Christian Groß: Läuferisch und kämpferisch absolut auf der Höhe, ganz klar das Herz des VfL-Spiels. Leitete viele Aktionen nach vorn ein, verhinderte nach hinten viele Dinge, die für viel Gefahr sorgen hätten können - wie etwa bei seinem taktischen Foul Mitte der zweiten Halbzeit. Eine Aktion, die einige seiner nicht vorbelasteten Mitspieler beim zweiten Gegentor verpassten. Note: 3 

 Michael Hohnstedt: Laufstark, Kampfstark, bemüht: mit offenem Mund hetzte er allen möglichen und auch unmöglichen Bällen hinterher, wodurch er etwa Ornatellis Großchance zu Beginn ermöglichte. Absolutes Vorbild an Einsatz, braucht aber dann andere, die seine Arbeit veredeln - und die gab es nicht an diesem Tag in Chemnitz.  Note:3 

 Marcos Alvarez: Ein gefährliches Dribbling als Auslöser der ersten Großchance, ein Pfostenschuss bei der Zweiten - dann die verletzungsbedingte Auswechslung nicht zu bewerten 

 Der Spielbericht zum 1:2 in Chemnitz

 Halil Savran: Bemühte sich redlich, in vorderster Front die Bälle festzumachen und Agressivität in sein Spiel zu bringen -wo er auch keine Scheu hatte, sich mit dem Publikum anzulegen. An diesem Tag aber ohne Fortune - bei zwei Einschussgelegenheiten (Flugkopfball, abgeblockter Schuss) ohne die richtige Idee bzw. nötige Durchschlagskraft. Note: 4 

 Addy Menga: Führte sich mit einem ganz harmlosen Schuss nach seiner Einwechslung ein, hatte noch einen letztlich harmlosen Kopfball. Bemühte sich, produzierte aber nichts Durchschlagendes - es war ein typisches Spiel für die unglückliche Saison des Addy Menga. Note 4 

 Marcel Kandziora: Brachte im Zentrum für die letzte halbe Stunde durch läuferischen Einsatz und gewonnene Zweikämpfe etwas Action in die Partie - wobei die Spielanlage des VfL durch diesen Wechsel nicht unbedingt profitierte. Note: 3,5 

 SteffenTigges: Kam für die letzten 25 Minuten, in denen der VfL auf Dreierkette umstellte, als zusätzliche Offensivkraft. Blieb aber ohne die entscheidenden Akzentze. nicht zu bewerten 

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