Gespräch mit VfL-Innenverteidiger Appiah: Extrem bitter, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben

Von Stefan Alberti | 07.08.2017, 11:00 Uhr

Zu viele Gegentore? Wie fühlt sich Marcel Appiah, Innenverteidiger des VfL Osnabrück?

 Herr Appiah, wie sehr nerven zwölf Gegentore in bislang vier Liga-Spielen? 

Das ist für eine Innenverteidigung kein Aushängeschild. Aber auch kein Aushängeschild für die gesamte Mannschaft. Wir können Tore nur gemeinsam verteidigen.

 Das heißt, dass Sie bei den Gegentoren gegen Halle (3:3) auch mehr Einsatz von Ihren Vorderleuten erwartet hätten? 

Ich würde nie sagen, dass irgendeiner meiner Kollegen zu wenig gearbeitet hat. Das erste Tor fällt nach einem bitteren Ballverlust; das zweite Tor war ein Elfmeter; der dritte Treffer entsteht über die Außenbahn, bei dem vorher ohne Not die Zuordnung durcheinandergerät.

 Was halten Sie davon, wenn über „mangelnde Qualität in der Abwehr“ gesprochen wird? 

Ich weiß es nicht. Schauen Sie sich Karlsruhe oder Würzburg an. Die haben auch schon einige Gegentore bekommen, obwohl sie hochgelobte Abwehrreihen haben. Also: Die Diskussion ist durchaus berechtigt, aber ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Fehlerquellen deutlich minimieren können und müssen.

 Wie beurteilen Sie selbst Ihre bisherigen Auftritte in dieser Saison? 

Ich bin nicht dort, wo ich mich sehen will. Auch ich muss mich weiterentwickeln, keine Frage.

 Zurück zum Spiel gegen den HFC. Der Punkt fühlt sich eher wie eine Niederlage an, oder? 

Es ist extrem bitter, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Ansonsten: Eine Niederlage fühlt sich wie eine Niederlage an, der Punktgewinn wie ein Punktgewinn. Es war heute ein direktes Duell in einer Tabellenregion, wo wir nicht hinwollen. Wenn wir heute keinen Punkt geholt hätten, dann hätte sich das wie eine doppelte Niederlage angefühlt.