Einsatz in Rostock fraglich VfL-Verteidiger Neumann: Keine Erinnerung ans Spiel

Von Johannes Kapitza | 28.01.2014, 17:15 Uhr

Nach einer Nacht im Krankenhaus und zwei Tagen Kopfschmerzen konnte Sebastian Neumann am Dienstag Entwarnung geben: „Dem Kopf geht‘s so weit wieder gut“, sagte der Verteidiger des VfL Osnabrück, der sich am Samstag im Spiel gegen Darmstadt 98 in der 9. Minute eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Ob er am Wochenende in Rostock wieder auf dem Platz stehen kann, ist noch offen.

„Bis Donnerstag ist an Training erst mal nicht zu denken“, sagte Neumann. Die Partie am Samstag beim Tabellenvierten Hansa Rostock spielt für den 22-jährigen Innenverteidiger noch keine Rolle. „Die Ärzte haben gesagt, mit einer Kopfverletzung sei nicht zu spaßen. Wir müssen von Tag zu Tag sehen.“ Zumindest die Kopfschmerzen hat Neumann erst einmal hinter sich: „Die letzte Nacht war gut. Ich hatte keine Schmerzen mehr.“

Die Zusammenfassung des Spiels gegen Darmstadt hat sich Neumann noch einmal im Video angeschaut – inklusive der schmerzhaften 9. Minute, in der er vom herauslaufenden VfL-Torwart Daniel Heuer Fernandes mit den Fäusten an der Schläfe getroffen wurde und im gleichen Moment eine Flanke ins eigene Tor köpfte. „Ich wollte mir das schon angucken, um die Szene zu sehen“, sagt Neumann.

Ob er die Flanke hätte klären können? Ob Heuer Fernandes kurz vor dem Zusammenprall noch „Torwart“ rief, um sich in seinem Hoheitsgebiet freie Bahn zu verschaffen und den Verteidiger zu warnen? „Ich kann mich an nichts mehr erinnern“, sagt Neumann, der mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Klinik verließ er wieder nach einer Nacht, die er zur Kontrolle bleiben musste. Des Mitgefühls seiner Mannschaftskollegen konnte er sich sicher sein: „Daniel Heuer Fernandes hat angerufen, alle haben mir gute Besserung gewünscht“, sagt Neumann, der keinen Besuch am Krankenbett wollte, sondern vor allem zwei Dinge: „Ruhe und Schlafen.“