Dietz lobt den VfL Osnabrück Sangaré: Ein bitterer Punkt, heute war ein Dreier drin

Von Stefan Alberti und Harald Pistorius | 04.02.2017, 18:55 Uhr

Ein echtes Spitzenspiel, Dramatik bis zur letzten Minute. Am Ende ein verdientes 2:2 zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück Die Stimmen zum Spiel.

 Joe Enochs, Trainer des VfL Osnabrück: „Wir haben ein richtiges Spitzenspiel gesehen. Wir sind etwas besser ins Spiel gekommen, am Ende der ersten Halbzeit hatten wir zwei bis drei sehr gute Chancen zum zweiten Tor. Das ist uns nicht gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, weiterhin gut zu verteidigen. Das ist uns nicht gut gelungen. Dann hat sich die Qualität der Duisburger gezeigt. Nichtsdestotrotz hat meine Mannschaft immer an sich geglaubt. Auch wenn es am Ende etwas glücklich war, das 2:2 war verdient. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie sich gegen das beste Team der Liga präsentiert hat.“

 Ilia Gruev, Trainer des MSV Duisburg: „Das war ein richtig gutes Spiel auf richtig gutem Niveau. Wir hätten auch schon mit unserem ersten Angriff in Führung gehen können. Dann sind wir in Rückstand geraten. Wir haben dann weiter mit Überzeugung gespielt, ohne uns klare Chancen zu erarbeiten. Osnabrück hatte dann die guten Möglichkeiten zum zweiten Tor. Nach der Pause hatten wir nach dem 2:1 auch die Chance, das dritte Tor zu machen. Die Punkteteilung ist absolut verdient.“

 Marc Heider, Schütze zum 2:2: „So einen Last-Minute-Treffer hatte ich in dieser Saison ja schon mal. Ich bin überglücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Die Tore bringen aber nur dann was, wenn etwas Zählbares herausspringt. Das war heute der Fall. In der Halbzeit wäre definitiv mehr drin gewesen. Wir hätten das zweite oder dritte Tor nachlegen können, vielleicht sogar müssen. So etwas rächt sich dann in der zweiten Halbzeit. Aber wir haben uns dann aber trotzdem nicht aufgegeben und verdient ausgeglichen.“

 Nazim Sangaré, VfL-Rechtsverteidiger: „Es ist schon ein bitterer Punkt. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit leichtfertig aus der Hand gegeben. In der ersten Halbzeit hatten wir den MSV sehr gut im Griff. Wir hatten nach der Pause plötzlich keinen Zugriff mehr. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Das Gefühl ist da, dass hier heute ein Dreier drin war.“

 Bernard Dietz, MSV-Legende: „Nach dem 0:1 haben wir das Spiel durchaus bestimmt, aber keinen Druck aufs Tor bekommen. Danach kam der VfL sehr gut nach vorne. Zur Halbzeit hätte es dann 0:2 stehen können. In der zweiten Halbzeit haben wir ein tolles Spiel gesehen. So ist Fußball. Im Hinspiel hat uns unser Torhüter Flekken noch das Unentschieden in der Nachspielzeit gerettet. Unterm Strich ist das heute ein gerechtes Ergebnis. Das war Werbung für den Fußball. Wir müssen in die 2. Bundesliga aufsteigen. Wenn Sie heute im deutschen Fußball überleben wollen, müssen Sie in der 1. oder 2. Liga spielen. Ich halte im Übrigen sehr viel von dem Osnabrücker Trainer Joe Enochs. Ich würde es sofort unterzeichnen, wenn der MSV und der VfL aufsteigen.“

 Kwasi Okyere Wriedt, Torschütze zum 1:0: „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man so einen guten Lauf hat. Ich hatte Leistenprobleme – und wir haben in der zweiten Halbzeit verabredet, dass ich es noch mal versuche. Aber es ging nicht mehr – und ich wollte nichts riskieren. Auch wenn das Tor so spät fiel, so war es doch verdient. Ich hatte von draußen immer das Gefühl, dass wir den Ausgleich noch schaffen können.“