Der Tag beim VfL Osnabrück Günter Pröpper: Seine Schuhe stehen im VfL-Museum

Von Harald Pistorius | 08.12.2015, 07:30 Uhr

Mit zwei Übungseinheiten beginnt heute die Arbeitswoche des VfL Osnabrück – sie endet am Samstag mit dem Heimspiel der 3. Liga gegen den FC Erzgebirge Aue.

 Training: Um 9.30 Uhr beginnt die Arbeitswoche der Profis des VfL Osnabrück im centrumed mit Athletiktraining. Am Nachmittag wird ab 14 Uhr auf der Illoshöhe trainiert. Nicht im Mannschaftstraining dabei sind die verletzten Marcos Alvarez und Massimo Ornatelli sowie der Rekonvaleszent Tom Christian Merkens.

 Das nächste Spiel: Die Mannschaft der Stunde kommt in die Osnatel-Arena. Der FC Erzgebirge Aue hat keins der letzten sechs Spiele verloren und hat in 19 Spielen erst 13 Tore kassiert – allerdings auch erst 15 geschossen. Anstoß ist am Samstag (12. Dezember) um 14 Uhr.

 Tickets: Derzeit gibt es in den Fanshops, den Vorverkaufsstellen, im online-shop und über die Ticket-Hotline Karten für die Partie gegen Erzgebirge Aue sowie für die beiden ersten Spiele des neuen Jahres: Am 23. Januar (Samstag, 14 Uhr) kommt der VfR Aalen in die Osnatel-Arena, am 5. Februar (Freitag, 19 Uhr) geht es unter Flutlicht gegen Energie Cottbus.

Gut nachgefragt sind derzeit die Dauerkarten für die Rückrunde. Das Abo für die verbleibenden zehn Heimspiele gibt es für einen Rabatt von bis zu 30 Prozent. So kostet ein Sitzplatz-Ticket 199 Euro (ermäßigt: 149 Euro, Mitglieder 179 Euro, Kinder 99 Euro, GiroLive-Kunden 189 Euro). Der Stehplatz ist zu haben für 79 Euro (59/62/39/74).

 Bitte vormerken: Am Montag (14. Dezember, 19 Uhr) ist die Osnabrück-Halle Schauplatz einer Lesung zum Erscheinden des Buches „Fußlümmel und Lila-Weiße“. Geboten wird ein Programm mit einer nachgestellten Wochenschau anlässlich des legendären Sieges gegen Hannover 96 in der Gartlage. Für die musikalische Untermalung mit Schlagern der zwanziger Jahre ist die Gruppe „Draußen nur Kännchen“ zuständig. Aktuelle und ehemalige Spieler des VfL sind eingeladen, natürlich ist das Projektteam des historischen Lesebuchs dabei.

 Geburtstage: Er wurde im Trikot des VfL Osnabrück Torschützenkönig, doch seine größten Erfolge feierte Günter Pröpper im Bergischen Land: Beim Wuppertaler SV ist der frühere Mittelstürmer eine Legende. An diesem Dienstag feiert der 8. Dezember 1941 in Dorsten geborene Pröpper seinen 74. Geburtstag.

Torschützenkönig der Regionalliga 1968

Der gelernte Weber wurde 1964 beim viertklassigen BVH Dorsten vom damaligen VfL-Trainer Karl-Heinz Marotzke entdeckt. Der kopfball- und schussstarke Mittelstürmer schlug auf Anhieb ein. Bis 1968 erzielte er in 89 Spielen der Regionalliga Nord 57 Tore. In seinem letzten Spiel steuerte er vier Tore zum 12:1 gegen den VfB Oldenburg bei und sicherte sich den Titel des Torschützenkönigs.

Spitzname nach einem Putzmittel

Danach war „Meister Pröpper“, wie er in Anlehnung an das damals stark beworbene Putzmittel „Meister Proper“ genannt wurde, vom VfL nicht mehr zu halten. Zunächst stürmte er für Rot-Weiß Essen, doch erst mit dem Wechsel zum Wuppertaler SV wurde seine Karriere zum Höhenflug.

Pröpper und Co. rocken die Bundesliga

In der von Horst Buhtz trainierten Mannschaft gelang Pröpper Anfang der siebziger Jahres fast alles: In 93 Spielen der Regionalliga West erzielte er sagenhafte 95 Treffer, in der Aufstiegssaison 1971/72 wurde er mit 52 Treffern Torschützenkönig und ließ in acht Partien der Aufstiegsrunde acht Tore folgen. Mit dem WSV stürmte Pröpper bis auf den vierten Platz der Bundesliga vor, in der Eliteklasse gelangen ihm bei 87 Einsätzen 39 Tore.

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Bei allen Erfolgen blieb Pröpper ein bodenständiger, fairer Sportsmann. In Wuppertal wurde er heimisch, oft schaute er bei Gastspielen des VfL im Stadion Am Zoo oder im nahen Remscheid zu.

Kontakt zum VfL gab es erst wieder vor gut einem Jahr auf Initiative von VfL-Museumsleiter Bernhard Lanfer. Der hatte über Daniel Klewer, einen ehemaligen Arbeitskollegen von Pröpper, die Schussstiefel des Meisters bekommen, die Pröpper 1968 nach seinem Abschied in Osnabrück zurückgelassen hatte.

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Mit dem adidas-Paar Größe 42 begann die Sammlung, aus der inzwischen das an Exponaten reiche VfL-Museum geworden ist. Im November 2014 besuchte Pröpper das Museum und das Spiel des VfL Osnabrück gegen die U23 des VfB Stuttgart (3:1).

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