Auch Krebs fehlt gegen Cottbus VfL-Saisonstart ohne fünf verletzte Spieler

Von Harald Pistorius | 17.07.2014, 21:29 Uhr

Wenn die Fußballer des VfL Osnabrück am Samstag (Anstoß 18 Uhr) in neun Tagen im ARD-Livespiel in der Osnatel-Arena gegen Zweitligaabsteiger Energie Cottbus in die Saison 2014/15 starten, muss Trainer Maik Walpurgis auf fünf potenzielle Stammspieler verzichten.

Auch wenn die beiden Testspiele gegen die Erstligisten SC Paderborn (1:1) und Vitesse Arnheim (2:2) einen klaren Aufwärtstrend zeigten: Aus personeller und somit auch sportlicher Sicht ist die Saisonvorbereitung nicht wunschgemäß verlaufen. Zeitweise fehlten im Mannschaftstraining bis zu 13 Akteure des im Vergleich zur Vorsaison verringerten 24er-Kaders. Die medizinische Abteilung hat alle Hände voll zu tun.

Wer fällt gegen Cottbus auf jeden Fall aus? Welche derzeit verletzten und angeschlagenen Spieler könnten rechtzeitig fit werden? Eine Bestandsaufnahme, erhoben am trainingsfreien Donnerstag.

Wer fällt sicher aus? Rechtsverteidiger Paul Thomik (komplizierte Schambeinentzündung) und Mittelfeldrenner Tom Merkens , der vor viereinhalb Monaten wegen einer komplizierten Verletzung am rechten Sprunggelenk operiert werden musste, haben ihre Verletzungen aus der Vorsaison noch nicht überwunden. Das Comeback der beiden ist nicht absehbar, Thomik zittert sogar um die Fortführung seiner Profikarriere.

Neben Thomik verpassen drei weitere Kandidaten für die Dreier- oder Viererkette den Start: Rechtsverteidiger Kim Falkenberg , Linksverteidiger Alexander Dercho und Innenverteidiger Florian Krebs . Der vom 1. FC Saarbrücken zum VfL gewechselte Falkenberg zog sich im ersten ernsthaften Testspiel gegen die Sportfreunde Lotte (2:2) einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. Auch Teile der bindegewebigen Haut um den Muskel (Faszien) sind gerissen. Laut erster Prognose beträgt die Ausfallzeit sechs bis acht Wochen. Immerhin: Der bisherige Heilungsverlauf ist positiv. Bei Alexander Dercho (Muskelfaserriss im linken vorderen Oberschenkel, erlitten im Spiel in Lotte) und Florian Krebs (Außenbandriss am rechten Fuß am vergangenen Samstag) hofft der VfL auf eine Rückkehr ins Mannschaftstraining in der Woche nach dem Auftaktspiel gegen Cottbus.

Wer hat eine Perspektive für das Cottbus-Spiel? Defensivmann Marcel Kandziora, die Flügelspieler Massimo Ornatelli und Andreas Glockner sowie Stürmer Addy Menga nahmen mehrere Tage nicht am Training teil. Voraussichtlich mischen sie Anfang der kommenden Woche wieder auf den Rasenplätzen an der Illoshöhe mit. Kandziora und Menga (Sehnenreizung im Bereich des Gelenks) plagen Beschwerden im linken Knie, Glockner ist am rechten Knie verletzt, Ornatelli zog sich eine Zerrung der rechten Adduktoren zu. Bei jedem der vier besteht eine realistische Chance, dass er zum Saisonstart einsatzfähig ist.

Wessen Einsatz ist ebenfalls noch nicht sicher? Die rechten Adduktoren von Michael Hohnstedt sind gezerrt, der einsatzfreudige Linksaußen setzt mit dem Training aus. Ob er im Kader stehen kann, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Was ist mit den übrigen Spielern, die zuletzt angeschlagen waren? Torhüter Frank Lehmann, der sich im Test gegen Paderborn an der Nase verletzte, konnte bereits nach einem trainingsfreien Tag wieder den niveauvollen Konkurrenzkampf um die Nummer eins mit Daniel Heuer Fernandes aufnehmen. Etwas länger waren im Laufe der Vorbereitung die Flügelspieler Maik Odenthal, Stephan Thee, Milad Salem und Kevin Freiberger, Mittelfeldspieler Nicolas Feldhahn sowie Offensivkraft Marcos Alvarez außer Gefecht gesetzt. Alle sechs haben allerdings weite Teile der Vorbereitung absolviert, sie dürften gegen die Brandenburger im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.