VfL-Wiki: Günter Baerhausen, VfL Osnabrück Comeback nach zwei Jahren Verletzungspause

Von Sportredaktion | 01.02.2017, 19:30 Uhr

Er war der erste Neuzugang der Ära Gerd-Volker Schock. Günter Baerhausen kam 1996 vom SV Wilhelmshaven, doch seine Ausbildung hat der Abwehrspieler bei einem der bekanntesten deutschen Clubs.

Günter Baerhausen

Geboren am 12. August 1969.

Stammt aus Bonn. Begann seine Laufbahn beim SV Beuel. Kam als Jugendlicher in den Talentschuppen des 1. FC Köln. Gehörte von 1988 bis 1992 zunächst als Amateur, dann als Profi dem Bundesligakader an – zusammen mit den späteren VfL-Trainern Uwe Fuchs und Karsten Baumann.

Zusammen mit „Zico“ bei Darmstadt 98

Wurde Anfang 1992 an den Zweitligisten Carl Zeiss Jena ausgeliehen, wo er unter Trainer Klaus Schlappner Stammspieler war. Wechselte im Dezember 1992 – erneut auf Leihbasis – zu Darmstadt 98. Spielte dort u.a. mit seinem späteren Osnabrücker Teamkollegen Kassoum Ouedraogo („Zico“) zusammen.

Wurde im Februar 1994 vom SV Wilhelmshaven verpflichtet. War dort zweieinhalb Jahr ein Leistungsträger, bestritt 60 Spiele und erzielte dank seiner Kopfballstärke sieben Tore. War 1996 die erste Neuverpflichtung von Manager Gerd-Volker Schock.

Comeback nach zwei Jahren Verletzungspause

Gehörte zwei Spielzeiten lang zur ersten Elf, ehe er sich im April 1998 eine schwere Verletzung am Sitzbein zuzog. Bekam im Sommer 1999 einen neuen Zweijahresvertrag, obwohl er in der Saison 1998/99 kein Spiel bestritten hatte. Kehrte nach zähen Comeback-Arbeiten am 29. April 2000 beim 4:3 in Cloppenburg in die Mannschaft zurück.

Gehörte in der Anfangsphase der Zweitligasaison 2000/2001 als Manndecker zur Stammelf, wurde dann aber erneut durch Verletzungen aus der Bahn geworfen. Bekam 2001 keinen neuen Vertrag.

Klage auf Schmerzensgeld gegen den VfL

Verklagte später den VfL auf Schmerzensgeld, weil er sich auf einem angeblich nicht geeigneten Trainingsplatz eine Knieverletzung zuzog, die eine Fortsetzung seiner Karriere unmöglich machte. Seine Klage wurde abgewiesen.

Etablierte sich als Trainer (Inhaber der A-Lizenz) im Amateurfußball. Führte zunächst den VfL Kloster Oesede aus der Abstiegszone der Kreisliga zum Pokalsieg und in die Bezirksliga. Wurde nach drei Jahren kurz nach Beginn er Saison 2009/10 entlassen. Übernahm im Januar 2011den SV Bad Rothenfelde, mit dem alljährlich in der Spitzengruppe der Landesliga landete.

Sechseinhalb Jahre Trainer beim SV Bad Rothenfelde

Entschloss sich im Sommer 2017 zum Ausstieg in Bad Rothenfelde. Lebt als selbstständiger Versicherungsmakler in Haltern am See und will nach einer Auszeit wieder einen Trainerjob übernehmen.

(Stand: Juli 2017).

Weiterlesen im Archiv auf noz.de

 „Die Jungs vom Land sind anders“: Günter Baerhausen über seine Zeit in Bad Rothenfelde. 

 Baerhausen beim Wiedersehen der Aufstiegshelden von 2000. 

 Baerhausens Comeback fast zwei Jahren Pause. 

 Baerhausen klagt gegen den VfL auf Schmerzensgeld. 

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