VfL-Wiki: Bernd („Johnny“) Hansen, VfL Osnabrück Der fröhliche „Johnny“ und seine Tore gegen den Abstieg

Von Sportredaktion | 01.12.2016, 21:19 Uhr

Er schaffte zwar nicht den Durchbruch, doch wegen seiner unbekümmerten, freundlichen Art ist Bernd Hansen vielen Fans des VfL Osnabrück in Erinnerung geblieben. Immerhin sorgten seine vier Tore dafür, dass die Lila-Weißen 1989 und 1990 nicht abstiegen.

Bernd Hansen

Geboren am 13. Oktober 1963

Stammt aus Lindewitt bei Flensburg. Machte als Torjäger bei TSB Flensburg Schlagzeilen. Wurde von Manager Wolfgang Loos 1988 nach Osnabrück geholt. Schuf sich mit seiner Unbekümmertheit und seiner Offenheit viele Freunde in der Mannschaft und beim Publikum.

Hatte Schwung und Mut, doch zum Durchbruch als Stürmer fehlte ein Quäntchen Cleverness. Bestritt zwischen 1988 und 1990 45 Spiele in der 2. Bundesliga und erzielte vier Tore, die allesamt wichtige Punkte im Abstiegskampf einbrachten. Machte gegen die Stuttgarter Kickers 1990 (Endstand: 1:0) sein schönstes und beim 4:3 gegen Hertha BSC Berlin 1989 sein wichtigstes Tor.

Litt als unerfahrener Amateur unter den häufigen Trainerwechseln und der damit verbundenen Unruhe. Kehrte 1990 in seine Heimat zurück.

Spielte jeweils drei Jahre für Flensburg 08 (Verbandsliga) und TSV Nordharrislee (Landesliga). War danach acht Jahre Trainer seines Heimatvereins TSV Lindewitt, den er aus der Bezirksliga in die Verbandsliga führte. Übernahm nach zwei Jahren beim SSV Schafflund den SV Blau-Weiß Löwenstedt, der ihn im Mai 2017 als „erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte“ verabschiedete.

War mit den „Löwen“ von der Kreisliga in die Verbandsliga aufgestiegen und schaffte zum Abschied die Qualifikation für die neue Landesliga. Wurde nicht nur wegen seiner guten sportlichen Arbeit gelobt, sondern für das Vorleben von Solidarität, Einsatzbereitschaft und Teamgeist.

Hat sich zum Schiedsrichter ausleben lassen und will dieses Amt auch neben seiner neuen Trainer-Aufgabe beim TSV Goldebek ausüben.

Lebt mit Frau und zwei Töchtern in Großenwiehe und arbeitet als Haustechniker in dem Nobel-Hotel „Alter Meyerhof“ in Glücksburg.

Ist zweifacher Opa und freut sich, die Jungs (4 und 1) an den Fußball heranzuführen.

Stand: Juni 2017

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