"Nicht nur zum Brötchen schmieren da" Ausstellung beim VfL Osnabrück porträtiert weibliche Fans

Die Ausstellung präsentieren Lisa Roggenkamp (links) und Judith von der Heyde. Foto: Helmut KemmeDie Ausstellung präsentieren Lisa Roggenkamp (links) und Judith von der Heyde. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Vielfalt der weiblichen Fußballfans stellt die Wanderausstellung Fantastic Females der Football Supporters Europe beim VfL Osnabrück vor.

In den Spielerkabinen und im VfL-Museum an der Bremer Brücke haben die beiden Organisatoren Lisa Roggenkamp (links), aktiver VfL-Fan, und Judith von der Heyde, die über Weiblichkeitsbilder in der Ultra-Szene promovierte, Stellwände errichtet. Kurze Porträts beschreiben die Frauen. Doch die eigentliche Geschichte verbirgt sich hinter den QR-Codes, die sich neben den Köpfen der Fans befinden. Eine App auf dem Handy scannt den Code, und die Frauen erzählen in etwa fünfminütigen Filmen, warum sie den Fußball lieben. 

Foto: Helmut Kemme

Da ist die 1939 geborene Britin, die zu sechs Spielen in 14 Tagen fährt, oder die Türkin, die bei Fenerbahce Istanbul für gleiche Rechte zwischen Männern und Frauen eintritt. In ihren Begrüßungsworten sagte Roggenkamp, dass es auch beim VfL Osnabrück eine Ungleichheit zwischen den Geschlechtern gibt. Die Gremien sind mehrheitlich von Männern besetzt, und die Ultras haben zu wenig weibliche Unterstützung. "Die Frauen sind nicht nur zum Brötchen schmieren und Salate machen da", sagt Roggenkamp.

Interessierte können die Ausstellung bis zum 25. Mai zwischen 14 und 19 Uhr besuchen. Am Mittwoch, 22. Mai, findet um 19.30 Uhr im Presseraum des VfL ein Vortrag zu dem Thema "Perle ausm Bloch?! Weibliche Ultras zwischen Anpassung und Rebellion" von eine der Ausstellungsmacherinnen Antje Grabenhorst statt.


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