Zum 70. Geburtstag von Friedel Hoppe Der Jugendtrainer, der den VfL Osnabrück vor dem Abstieg rettete

Geschafft! Friedel Hoppe nach dem Klassenerhalt am letzten Spieltag der Saison 1989/90. Mit einem 3:1 gegen Schalke 04 schloss der Jugendtrainer ohne Lizenz seine Mission "Klassenerhalt" erfolgreich ab. Foto: ArchivGeschafft! Friedel Hoppe nach dem Klassenerhalt am letzten Spieltag der Saison 1989/90. Mit einem 3:1 gegen Schalke 04 schloss der Jugendtrainer ohne Lizenz seine Mission "Klassenerhalt" erfolgreich ab. Foto: Archiv

Osnabrück. VfL-Fans verknüpfen seinen Namen mit dem Klassenerhalt 1989/90, doch Friedel Hoppe war für die Lila-Weißen mehr als nur der Feuerwehrmann. An diesem Dienstag feiert der langjährige Jugendtrainer und Talentförderer seinen 70. Geburtstag.

Denkwürdig war es allerdings schon, wie der Jugendcoach eine verunsicherte, zerstrittene Mannschaft zum Klassenerhalt führte, nachdem die Bundesliga-Mission von Star-Trainer Rolf Schafstall krachend gescheitert war. 

Perfekt war die Rettung nach einem 3:1 gegen Schalke 04 am letzten Spieltag, und es war wohl Zufall, dass ein Hoppe-Schüler das Spiel seines Lebens machte: Dirk Gellrich ist eines von etwa 40 Talenten, die in der 13-jährigen Amtszeit von Hoppe als A-Jugend-Trainer den Sprung in die erste Mannschaft schafften. 

Jubel mit Torschütze Claus-Dieter Wollitz nach dem Last-Minute-Sieg im Abstiegskampf gegen den MSV Duisburg: Interimstrainer Friedel Hoppe. Foto: Helmut Kemme

Unvergessen der Ausnahmejahrgang, der 1982/83 mit Andreas Helmer, Ralf Heskamp, Stefan Holze, Paul Jaschke und Co. um die deutsche Meisterschaft spielte. „All das wäre nicht möglich gewesen, wenn Präsident Hartwig Piepenbrock und Manager Helmut Kalthoff die Nachwuchsarbeit nicht bedingungslos unterstützt hätten – manchmal auch gegen den Widerstand eines Cheftrainers…“, sagt Hoppe, der 1985/86 als Interimscoach bei der Sperre von Rolf Grünther eingesprungen war.

Zusammen mit Norbert Elgert, dem Chef der Schalker Knappenschmiede, besuchte Friedel Hoppe Westfalia Westerkappeln zum 100. Geburtstag des Vereins. Foto: Archiv

Nach seinem Ausstieg 1992 zog er sich vom Fußball zurück. Als er 2010 nach 43 Jahren im Polizeidienst pensioniert wurde, übernahm er mit seiner Frau Ingrid das „Vesperstübchen“ im OTB-Sportzentrum. Auch diese Ära endet am 30. Juni. Dann soll auch wieder Zeit sein für einen Besuch an der Bremer Brücke. 


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